Zwei Täter haben Mittwochmorgen das Juweliergeschäft Badort überfallen. Sie erbeuten wertvolle Uhren.

Juwelier Armin Badort steht fassungslos vor der leergeräumten Auslage.
Juwelier Armin Badort steht fassungslos vor der leergeräumten Auslage.

Juwelier Armin Badort steht fassungslos vor der leergeräumten Auslage.

Juwelier Armin Badort steht fassungslos vor der leergeräumten Auslage.

Neuss. Niederstraße 3, 11 Uhr: Polizeiwagen parken vor dem Eingang des Juweliergeschäfts Badort, Beamte riegeln die gegenüberliegende Niederwallgasse mit rot-weißem Flatterband ab, untersuchen den Tatort und nehmen Zeugenaussagen auf.

Eine Dreiviertelstunde vorher, gegen 10.15 Uhr, haben zwei bewaffnete Räuber wertvolle Uhren erbeutet, die einen Wert von mehreren zehntausend Euro haben.

Einer der beiden Täter betritt das Geschäft zunächst alleine und heuchelt Interesse an den ausgestellten Uhren im Schaufenster. Die 21-jährige Verkäuferin öffnet die Auslage - als sie der Täter plötzlich zur Seite stößt. Ein mit einem schwarzen Tuch maskierter Mann betritt den Raum und bedroht die zweite, 47-jährige Verkäuferin mit einer Schusswaffe. Die Täter räumen das Schaufenster leer.

Ein mutiger Mitarbeiter nimmt die Verfolgung der Täter auf

Die beiden Räuber flüchten mit der Beute zu Fuß, ein mutiger 28-jähriger Mitarbeiter des Juweliers verfolgt sie. An der Niederwallstraße springen die Männer auf einen blauen Vespa-Motorroller mit dem Kennzeichen D-KH 9. "Hier gaben sie einen Schuss in die Luft ab", sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. "Die Täter flohen in Richtung Stadtbad, der Mitarbeiter verlor sie dann aus den Augen." Die Verkäuferinnen stehen nach dem Überfall unter Schock.

Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den Tätern

Auch die Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte sind schockiert. Rieher-Filialleiterin Melanie Kreutzer im Geschäft nebenan hört Schreie, einen Schuss und sieht einen der Täter vorbeilaufen. Auch im E-Plus-Laden nebenan hört man den Knall: "Wir dachten erst nicht an einen Schuss, sondern, dass etwas heruntergefallen wäre", berichtet Filialleiter Tilo Schierwater.

Juwelier Armin Badort war zum Zeitpunkt des Überfalls nicht vor Ort, eilte sofort an die Niederstraße. "Wir haben das Geschäft am Nachmittag nicht mehr geöffnet. Die Mitarbeiter müssen die Geschehnisse erst verarbeiten", sagt er. Es ist nicht der erste Überfall auf das Juweliergeschäft, das seit 1897 besteht: Bereits vor sieben Jahren gab es schon einmal einen Vorfall.

Räuber flüchten mit gestohlener Vespa

Nach den Tätern wird mit Hochdruck gefahndet. Die Polizei fand die Vespa kurz nach der Tat in einem Durchgang am Neumarkt in Höhe des Hauses Nummer 8. Der Roller war in der Zeit vom 7. bis zum 9. Oktober in Düsseldorf auf der Schlossstraße gestohlen worden.

Der Täter, der als erster den Laden betrat, soll laut Polizei 1,75 bis 1,83 Meter groß und 25 bis 33 Jahre alt sein. Er hat kurze, braune Haare und trug einen schwarzen Pullover, eine schwarze Jacke, eine schwarze Hose und eine dunkle Baseballkappe. Der Mann sprach die Mitarbeiterin auf Englisch an. Besonders auffällig ist sein vorderer, linker Schneidezahn, der einen schwarzen Rand hat und offenbar geschraubt ist. Der mit einem Tuch maskierte Täter war etwa 1,75 bis 1,80 Zentimeter groß, kräftig und dunkel gekleidet. Hinweise nimmt die Kripo unter 02131/3000 entgegen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer