Der legendäre Club schließt am Wochenende endgültig seine Pforten. Mit einer großen Party wird das Ende gefeiert.

wza_1500x1000_488197.jpeg
Bevor im Tribehouse die Lichter ausgehen, wird ein letztes Mal gefeiert. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagt Club-Chef Erik Ludwig.

Bevor im Tribehouse die Lichter ausgehen, wird ein letztes Mal gefeiert. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagt Club-Chef Erik Ludwig.

Uli Engers

Bevor im Tribehouse die Lichter ausgehen, wird ein letztes Mal gefeiert. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagt Club-Chef Erik Ludwig.

Neuss. Schöne Mädchen und coole Jungs umschwirren die DJs, Beats dröhnen wie Paukenschläge aus den Boxen, die Party steuert langsam ihrem fiebrigen Finale entgegen: Am Wochenende wird es im Tribehouse noch einmal richtig heiß, bevor das Partyleben an der Bockholtstraße endgültig vorbei sein wird:

Der legendäre Club feiert heute Abend ab 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag seine große Abschiedsparty. Ein letztes Mal große Gefühle auf der Tanzfläche unter der Regie der DJs - ein letztes Mal Durchtanzen bis zum Morgengrauen.

Der Neusser Club war prägender Bestandteil der Szene

Das Tribehouse hat schon einiges gesehen, DJs aus der Oberliga der Techno- und House-Szene legten in Neuss auf. Fans elektronischer Tanzmusik verbrachten unvergessliche Nächte im grellen Licht der Laser. Bei aller Wehmut sei man sicher, "dass es sinnvoll ist, dann aufzuhören, wenn es am schönsten ist", sagt Club-Chef Erik Ludwig, der das Unternehmen Tribehouse mit Frank Klement und Bayram Avucu führt.

 "Wir können echt stolz sein, dass alles in Neuss so geschafft zu haben", sagt Ludwig. Seit 1994 haben die Partymacher mit so manchem innovativen Feten-Konzept auf sich aufmerksam gemacht.

"Irgendwann kommt man aber zu dem Punkt, an dem es schwierig wird, sich neu zu erfinden. Dann ist einfach der richtige Zeitpunkt gekommen, um aufzuhören", erklärt der 40-Jährige.

Die Türsteher haben in all den Jahren ein strenges Auge auf das Einlass begehrende Party-Völkchen geworfen. "Da hat man Generationen von Clubbern kennen gelernt und ist so mancher Mode wie Buffalo-Turnschuhen oder Tribal-Tattoos begegnet", sagt Ludwig, der sich an einige schrille Moden der Szene erinnern kann.

Schon seit längerem ist das Tribehouse-Team mittlerweile mit neuen Projekten beschäftigt. "Wir machen weiter. Nur eben nicht mehr mit einer festen Adresse. Unter der Marke Tribehouse werden wir weiterhin Sommer-Events veranstalten wie die Kiesgrube Am Blankenwasser oder die Partys am Blauen See."

Im Winter wird an wechselnden Locations weitergefeiert. "Das bietet Abwechslung und neue Inspiration." Gemeinsam mit den Monkey’s-Macher steht zudem spätestens für 2011 das Strandbar-Projekt Monkey’s Island in Uedesheim an.

Am Donnerstag, 22 Uhr, Kick off ins Closing Weekend, Samstag ab 22 Uhr, Sonntag ab 16 Uhr bis open end

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer