Über den „Circle of Love“ am Sonntag auf der Rennbahn wird erst am Freitag entschieden.

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Erste Vorbereitungen für das Festival: An den Fluchtlichtmasten soll die große Bühne stehen

Erste Vorbereitungen für das Festival: An den Fluchtlichtmasten soll die große Bühne stehen

Ingel

Erste Vorbereitungen für das Festival: An den Fluchtlichtmasten soll die große Bühne stehen

Neuss. Der Name Paul Kalkbrenner wird seit Wochen immer häufiger in Verbindung mit der Neusser Rennbahn genannt, in der Szene ist der Mann aus Berlin derzeit eine der angesagtesten Größen. Und in den Internet-Foren zählt man die Tage: Am Sonntag ist "Circle of Love" an der Rennbahn, das große ganztägige Techno-Festival. Die Genehmigungsfrage des Techno-Festivals allerdings entwickelt sich zum Krimi. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird erst heute Mittag der Antrag der Veranstalter, der "abiagenten" aus Köln, vom Rathaus abgehakt.

"Die Veranstaltung ist nicht abgesagt. Aber auch noch nicht genehmigt."

Michael Kloppenburg, Stadtsprecher

Schon haben Gerüchte die Runde gemacht, die Veranstaltung sei abgesagt. "Nein", erklärte gestern Abend Stadtsprecher Michael Kloppenburg. "Aber sie ist auch noch nicht genehmigt."

Die Stadtspitze legte Wert darauf, die Genehmigung ohne weitere Auflage mit dem Einverständnis von Polizei, Feuerwehr und anderen Ämtern zu erteilen - ohne den Hinweis auf zusätzliche Nachbesserungen. Dem Vernehmen nach herrschte bei den Rettungsdiensten Unmut. Eine Großveranstaltung gerade einmal eine Woche vor dem Schützenfest! Nun gibt es eine Einigung mit den Maltesern, die sich Unterstützung bei anderen Verbänden holen.

Für die Veranstalter wird das Neusser Festival zum Zitterspiel. 32Bands und DJs sollen auf drei Bühnen auftreten. Am Samstagabend beginnt das Festival ab 23 Uhr mit der Warm-Up-Party in der Alten Wetthalle - hier ist die Genehmigung erteilt. Am Sonntag dann, Erlaubnis vorausgesetzt, bespielen von 10 bis 22 Uhr Whomadewho, Simian Mobile Disco, Michael Mayer oder die Chicks on Speed die Fans. 15000 werden erwartet, so die Veranstalter.

Drei Tage vor der Großveranstaltung herrschte am Donnerstagnachmittag an der Rennbahn beschauliche Ruhe. Die ersten Absperrgitter stapelten sich auf dem Platz, einige Plastikwaben zur Erstellung der Fluchtwege wurden abgeladen. Ja, die Vorbereitung des Genehmigungsantrags habe Nerven gekostet, berichtete ein Mitarbeiter der "abiagenten", zeigte sich aber optimistisch. Auch bei einer Genehmigung am Freitag bleibe den Profis genug Zeit für den Aufbau der drei Bühnen und die Einrichtung des Technik.

Eine Bühne soll gegenüber des Rennbahnhauses auf dem Platz stehen, eine zweite kleine zwischen Haus und Geläuf, die eigentliche große Bühne am südlichen Ende des Rennbahn-Innenraums - weit weg von den Schützenzelten, die schon im Fahnenschmuck stehen. "Wir wollen das Festival. Aber eine Woche vor Schützenfest ist das einfach Wahnsinn", sagt ein Verwaltungsmitarbeiter am Donnerstag.

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