Versorgungsquote mit Kita-Angebot für unter Dreijährige bei 20 Prozent.

Neuss. Im Dezember 2008 trat das Kinderförderungsgesetz (KiföG) in Kraft. Ab 2013 hat demnach jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter.

Die Stadt Neuss ist bei dem Ausbau des Angebots offenbar auf einem guten Weg. "Wir wollten bis zum Jahr 2010 auf eine Versorgungsquote von 20 Prozent kommen", erklärt Achim Tilmes, Leiter des Neusser Jugendamtes. "Momentan liegen wir knapp darunter."

In Zahlen bedeutet dies in etwa: 570 Plätze, davon die meisten in Kindertageseinrichtungen. Etwa 240 Zwei- und Dreijährige werden in der Kindertagespflege betreut. Darin enthalten sind aber auch so genannte Doppelinanspruchnahmen. Das sind Kinder, die sowohl in der Tagespflege als auch in einer Kita betreut werden. Beispielsweise alleinerziehende Mütter, die abends oder an Samstagen im Einzelhandel arbeiten müssen, benötigen für diese Zeit zusätzlich zu dem Kita-Angebot eine Betreuung.

Grundsätzlich ist die Zahl aber deutlich gestiegen. "Die Platzzahl ist bei vielen Tagesmüttern und -vätern erhöht worden", erklärt Tilmes. Dies sei auch auf eine Werbeinitiative der Stadt zurückzuführen. Im Rahmen der Kampagne "Tagesmütter und -väter gesucht!" freut sich das Jugendamt immer über interessierte, volljährige Frauen und Männer für diese verantwortungsvolle Tätigkeit - nicht zuletzt, damit das Ausbauziel der Stadt langfristig erreicht werden kann.

Betreuungskräfte mit einer normalen Qualifikation sollen ab Januar einen Stundenlohn von vier Euro erhalten (pro Kind). Bei voller Qualifikation gebe es 50 Cent mehr. Das von der CDU beschlossene Modell stehe laut Tilmes allerdings wegen der aktuellen Finanzsituation der Stadt unter Vorbehalt. hmn/je

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