Akupunktur für den Hund: Tier-Physiotherapeutin Anita Schöwe hilft bei tierischen Schmerzen.

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Physiotherapeutin Anita Schöwe behandelt Hund Benni.

Physiotherapeutin Anita Schöwe behandelt Hund Benni.

Uli Engers

Physiotherapeutin Anita Schöwe behandelt Hund Benni.

Neuss. Kaum hat Benni die Stimmen im Flur vernommen, stürmt er auch schon durch die Tür. Freudig läuft der Schäferhund umher und begrüßt alle. Dass er an einer Gelenkerkrankung leidet, merkt man ihm nicht an.

Vor etwa zwei Jahren haben Nicole und Andreas Ries-Kirschbaum gemerkt, dass mit Benni etwas nicht stimmte: "Er ist ruhiger geworden und zog sich immer mehr zurück."

Dann habe er vorne rechts angefangen zu humpeln. Die Diagnose des Tierarztes: Benni hat eine Arthrose in der Schulter und in den Hüftgelenken. Er muss operiert werden. Für die Neusser Hundebesitzer zunächst ein Schock.

Eine Operation wäre nicht nur ein großer finanzieller Aufwand, sondern auch ein hohes Risiko für ihren tierischen Freund. "Eine hundertprozentige Genesung durch eine Operation konnte der Arzt nicht garantieren", erzählt Andreas Ries-Kirschbaum.

Das Paar suchte nach weiteren Möglichkeiten und stieß auf Anita Schöwe. Seit zwei Jahren kommt die Tierphysiotherapeutin jede Woche nach Neuss, um ihrem Schützling zu helfen. "Seine Arthrose kann ich nicht heilen", sagt Schöwe. Aber sie könne ihm den Zustand so angenehm wie möglich machen.

Durch Akupunktur der Schulter und Hüfte wird die Durchblutung gefördert, Muskelkrämpfe gelöst und der Schmerz gelindert. Eine Magnetfeldtherapie unterstützt die Behandlung. Bereits nach der zweiten Anwendung ging es Benni besser.

Schäferhund Benni liegt bequem auf der Magnetfeldmatte. Behutsam setzt die Tierphysiotherapeutin die Akupunkturnadeln. Benni zuckt nicht einmal dabei. "Er kennt das bereits und arbeitet auch selbst mit", erzählt Schöwe und lächelt. Er spüre, wenn sie die Nadel an seine Hüfte setzen wolle und ziehe automatisch das Bein an.

Nach 45 Minuten hat es Benni geschafft. Anita Schöwe befreit ihn von den Nadeln und rollt ihn behutsam von der Matte. Der Hund schnaubt entspannt und sieht sein Herrchen erwartungsvoll an. Es ist Zeit für sein Fressen.

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