14 Schulen haben sich bei dem Martinsfackel-Wettbewerb beteiligt und 491 Fackeln eingereicht.

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Katharina (l.) und Johanna haben mit der Gemeinschaftsarbeit der Klassen 3 und 4 der Münsterschule den zweiten Preis erhalten.

Katharina (l.) und Johanna haben mit der Gemeinschaftsarbeit der Klassen 3 und 4 der Münsterschule den zweiten Preis erhalten.

Marc Ingel

Katharina (l.) und Johanna haben mit der Gemeinschaftsarbeit der Klassen 3 und 4 der Münsterschule den zweiten Preis erhalten.

Neuss. "Das Schönste ist, wenn alle bunten Fackeln im Dunkeln durch die Straßen ziehen", sagt die zehnjährige Maresa beim Gedanken an den Martinszug lächelnd. "Aber das Wichtigste ist, dass dem armen Mann geholfen wird", fügt die elfjährige Katrin hinzu. Die beiden sind Schülerinnen der Klasse 5d der Schule Marienberg, die am Freitag einen ersten Preis beim 33. Martinsfackel-Wettbewerb gewonnen hat. Auf ihren bunten Laternen steht "Schnee, Wind, Not, Lumpen" - Worte, die in Martinsliedern vorkommen. "Wir kennen nämlich ganz viele", ruft Mitschülerin Maresa (10) stolz. Welche? "Ich geh mit meiner Laterne, St. Martin und Laterne, Laterne", sagt sie. Ihre Lieblingslieder.

Die Schüler haben der Fantasie freien Lauf gelassen

In der Aula des Quirinus-Gymnasiums sind 44 Fackel-Motive ausgestellt, in den verschiedenen Formen und Farben - aber immer wieder geht es um die Bereitschaft zu teilen: St. Martin, der mit dem halben Mantel auf seinem Pferd sitzt, haben beispielsweise die Münsterschule, Klasse 1 und 2c (zweiter Preis) oder die Martinus-Schule Holzheim, Klasse 2c (erster Preis), thematisiert. Die Schüler haben der Fantasie freien Lauf gelassen: Es finden sich Eulen-, Sterne-, Fische- und Obstkorb-Laternen. Frei nach dem Text eines Martinslieds: "Durch die Straßen auf und nieder leuchten die Laternen wieder: rote, gelbe, grüne, blaue. . ."

St. Martin ist nach wie vor ein äußerst beliebtes Fest bei den Kindern. "Wir feiern das schon immer", sagt Tessa (11), Klasse 6a, Quirinus-Gymnasium, die mit ihrer hochkomplexen Milimeter-Arbeit ebenfalls einen ersten Preis gewonnen hat. "Halloween ist nicht so toll, da gibt es ja nur Süßes", sagt Mitschülerin Meryem. Und den Gedanke des Teilens finde man bei dem Fest nicht - genau wie "das Basteln, die Pferde und die schönen Lieder", fügt die Zehnjährige hinzu.

An dem 33. Martinsfackel-Wettbewerb haben sich deswegen viele Schulen beteiligt: 14 machten mit, von Grund- und Förderschulen über Gesamt- und Hauptschulen bis zum Gymnasium. Von den 50 teilnehmenden Klassen wurden 491 Fackeln eingereicht. Dementsprechend viele Preise überreichte die Jury: 16 Erste Preise (45 Euro), 12 Zweite Preise (30 Euro), 13 Dritte Preise (25 Euro) und drei Sonderpreise (45 Euro).

Die Martinsfackeln sind am Montag und Dienstag von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr in der Aula des Quirinus-Gymnasiums ausgestellt.

Der große Innenstadt-Martins-Umzug findet am 10. November statt.

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