11 Millionen Euro werden während der Sommerferien verbaut. Mensenbau beginnt in der Herbstferien.

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Mit dem Denkmalschutz abgestimmt: Der zweite Rettungsweg.

Mit dem Denkmalschutz abgestimmt: Der zweite Rettungsweg.

Mit dem Denkmalschutz abgestimmt: Der zweite Rettungsweg.

Neuss. Die Schule ist alt, der zweite Rettungsweg neu. 105 Jahre liegen dazwischen. An der Burgunderschule haben derzeit die Handwerker das Sagen - wie an zahlreichen anderen Schulen auch. Sommerferien sind Intensivwochen für Maurer, Schreiner, Installateure. Nicht alles wird man abschließen können, einige Maßnahmen müssen in den Herbstferien beendet werden.

An der Burgunderschule musste aus Brandschutzgründen eine Freitreppe neben dem alten Gebäude errichtet werden. Sie führt bis ins Dachgeschoss, denn das wird künftig zum Schulalltag gehören: Hier entsteht im Zuge des Ausbaus für den offenen Ganztag eine Ersatz-Aula.

Alle 25 Grundschulen sowie die beiden städtischen Förderschulen sind offene Ganztagsschulen. Das Angebot wird derzeit noch ausgeweitet. Kapazität ist für 3000Kinder da, das sind etwa die Hälfte aller Grundschüler in der Stadt. "Ein landesweiter Spitzenwert", konstatierte Bürgermeister Herbert Napp denn auch am Donnerstag bei der Besichtigung der Burgunderschule.

Trotz des Spitzenwertes: Die Nachfrage reißt nicht ab, die Grenze der Kapazitäten ist bald erreicht. In der Schule an der Furth zum Beispiel ist die OGS für 75 Kinder ausgelegt; angemeldet sind jetzt schon 93. Gut, dass da neuer Platz unter dem Dach geschaffen wird.

Bau der Mensen später als geplant

Elf Millionen Euro werden in den Sommerferien an Neusser Schulen verbaut. Das umfasst Arbeiten zur Erweiterung der Ganztagsangebote wie an der Burgunderschule, der Schule am Wildpark oder der Herbert-Karrenberg-Schule. Begonnen haben auch die Arbeiten für die Mensen am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Marie-Curie-Gymnasium und Gymnasium Norf. In den Herbstferien beginnt die Umsetzung zum Ausbau der Mensen am Quirinus-Gymnasium sowie des Nelly-Sachs-Gymnasiums.

Das alles beginnt später als geplant und gewünscht, sollten doch schon zum Schuljahresbeginn die Mensen fertig sein. "Der Bewilligungsbescheid des Landes kam spät, sehr spät", erklärte Schuldezernentin Christiane Zangs noch einmal mit offensichtlichem Bedauern. Nun werden die Osterferien des Jahres 2010 angepeilt: Danach sollten alle Mensen "in einem einigermaßen geordneten Betrieb funktionieren", so Bürgermeister Napp.

Insgesamt hat die Stadt in den vergangenen Jahren mehr als 80Millionen Euro in Sanierung und Ausbau der Neusser Schulen gesteckt. Das Programm werde fortgeführt, bis alle 45 Schulstandorte komplett saniert seien, heißt es aus der Verwaltung. Wann das soweit ist, bleibt offen.

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