Rat stimmt gegen eine direkte Anbindung zum Parkhaus am Tranktor.

Mit Blick auf das künftige Romaneum: Ein gesichterter Fußweg soll künftig vom Neubau zum Tranktor-Parkhaus führen.
Mit Blick auf das künftige Romaneum: Ein gesichterter Fußweg soll künftig vom Neubau zum Tranktor-Parkhaus führen.

Mit Blick auf das künftige Romaneum: Ein gesichterter Fußweg soll künftig vom Neubau zum Tranktor-Parkhaus führen.

Marc Ingel

Mit Blick auf das künftige Romaneum: Ein gesichterter Fußweg soll künftig vom Neubau zum Tranktor-Parkhaus führen.

Neuss. Die Bauarbeiten für das neue Haus für VHS, Musikschule und Fernuni sind, wenn auch verspätet, in Gang gekommen. Um die Gestaltung der Freifläche wurde lange gerungen.

Am Freitag traf der Stadtrat zwei Entscheidungen. Die Mauerreste des römischen Rasthauses, der Mansio, sollen in Teilen sichtbar und nicht, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, nur durch eine Pflasterung nachvollziehbar gemacht werden. Dazu muss die Verwaltung Vorschläge erarbeiten. Und auf eine Fußgängerbrücke vom Romaneum zum Parkhaus Tranktor wird nun verzichtet.

Trampelpfad wird ausgebaut

Eben diese Verbindung hatten die Stadtverordneten im Sommer ausdrücklich gewünscht. Sechs Brücken-Varianten hatte ein Gutachter für die Stadtverwaltung erarbeitet, alle wurde aber von der Verwaltung verworfen. Dabei spielten nicht zuletzt die Kosten eine Rolle: Mit 700.000 bis 800.000 Euro hätte der Brückenbau zu Buche geschlagen. "Aus Sicht der Stadtgestaltung", so hieß es außerdem in der Drucksache, "wird grundsätzlich von einer Fußgängerbrücke abgeraten".

Der Stadtrat folgte am Freitag einmütig und ohne weitere Diskussion dem Vorschlag der Verwaltung, stattdessen einen Trampelpfad zur ordentlichen "Fußwegeverbindung" auszubauen. Der Weg führt vom Romaneum in Höhe Hymgasse über die Straße Am Kehlturm (samt Mittelinsel) zum Rheinischen Landestheater, dann auf der Rückseite des Theaterbaus entlang zum Parkhauseingang: ein Weg von exakt 245 Metern.

Nicht entschieden wurde über die Frage, wie künftig der Verkehr am Romaneum fließen soll. Damit wird sich der Planungsausschuss auf seiner Sitzung befassen. Wie die eher marginalen Reste des römischen Mauerwerks sichtbar gemacht werden können, soll die Verwaltung nun mit neuen Vorschlägen in enger Abstimmung mit dem Amt für Bodendenkmalpflege aufzeigen. Schwierig wird das, weil die Überreste des großen Hauses aus dem 2.Jahrhundert nicht der Witterung ausgesetzt werden dürfen.

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