Jansen-Cilag: Medikament soll bei schwerer Psoriasis zu deutlicher Linderung führen.

Neuss. Das Pharma-Unternehmen Jansen-Cilag mit Sitz an der Raiffeisenstraße hat die Zulassung für ein neues Medikament gegen mittelschwere bis schwere Schuppenflechte (Psoriasis) erhalten. Dessen Wirkstoff Ustekinumab basiert auf einem ganz neuen Wirkansatz.

Die Schuppenflechte ist eine chronische Erkrankung des Immunsystems: Fehlgesteuerte Signale, die über körpereigene Botenstoffe vermittelt werden, bewirken die entzündlichen Hautveränderungen. Der neue Wirkstoff hemmt nun die beiden maßgeblich für die Entzündungen entscheidenden Botenstoffe. So werden bei Einsatz dieses Wirkstoffes die Übermittlung fehlgesteuerter Informationen im Immunsystem und die Hautreaktionen darauf reduziert.

Professor Kristian Reich, Facharzt für Dermatologie am Dermatologikum in Hamburg, kommentiert: "Mit Ustekinumab haben wir einen völlig neuen und vielversprechenden Wirkstoff, der schon nach wenigen Wochen zu einer erheblichen Reduktion der Symptome führt." Nach einer "Eindosierungsphase" wird das neue Medikament Stelara nur vier Mal im Jahr unter die Haut gespritzt.

Die nicht ansteckende Schuppenflechte, gerade die schweren Formen, stellen für die Betroffenen oft eine enorme psychische Belastung dar. Außerdem besteht für Psoriasis-Patienten ein erhöhtes Risiko etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Deutschland leiden zwei Millionen Menschen an der Schuppenflechte. Zu heilen ist diese chronische Krankheit nicht, wohl aber deutlich zu lindern.

Das Neusser Unternehmen Jansen-Cilag zählt zu den international tätigen und in Deutschland führenden forschenden Arzneimittelherstellern. Ein Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie der Psoriasis. uda

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