Modecenter: Der neue Eigentümer Unimo investiert in Umbauten und installiert ein neues Centermanagement.

Im Rheinparkcenter erstreckt sich das Imotex-Haus neben den Konkurrenten Haus Paris und Haus Milano.
Im Rheinparkcenter erstreckt sich das Imotex-Haus neben den Konkurrenten Haus Paris und Haus Milano.

Im Rheinparkcenter erstreckt sich das Imotex-Haus neben den Konkurrenten Haus Paris und Haus Milano.

Uli Engers

Im Rheinparkcenter erstreckt sich das Imotex-Haus neben den Konkurrenten Haus Paris und Haus Milano.

Neuss. 1978 war es das erste Modecenter Deutschlands, in den 80er Jahren, als das Erfolgsmodell längst in anderen Städten nachgeahmt wurde, weiterhin die Nummer1. Nun soll das Imotex-Haus wieder zu alter Größe finden. Die Unimo Group mit Sitz in Zug (Schweiz), Eigentümerin seit 2006, setzt nicht nur umfangreiche Umbaupläne bei laufendem Betrieb in Gang. Mit zwei langjährigen Mietern als neuen Centermanagern will Unimo das Haus "wieder zu einem modernen und für Händler attraktiven Modecenter entwickeln", so Unimo-Chef (CEO) Michael Nave.

Bis zu 300 Mieter finden Platz

160 Mieter nutzen derzeit das achtgeschossige Imotex-Haus, es gibt 30Prozent Leerstand, 20Prozent davon wegen der geplanten Umbauten gewollt. Bis zu 300Mieter mit einer Verkaufsfläche von 43000Quadratmetern könnten es nach den Umbauten sein, so erhoffen es sich die beiden Centermanager Franz-Hugo von Abercron und Gerhard Poppke. Die beiden Insider im Damenoberbekleidungs- und Accessoire-Geschäft setzen wie Unimo auf eine Neuausrichtung. Die Mieter sollten das Mittelfeld zwischen dem sehr preiswerten Segment, wie es in Haus Milano angeboten werde, und dem Markenbereich besetzen. Vor allem aber gehe es darum, individuelle Angebote vorzuhalten, "Sofortware", die sich von der Ware anderer Häuser unterscheide: "Sehr chic, modisch, bei Qualität und Preis im mittleren Segment", wie Abercron betont.

"Imotex ist nach wie vor der bekannteste Name für ein Modecenter in Europa."

Franz-Hugo von Abercron

Dazu gehört auch, dass sich die beiden Insider um Mieter zum Beispiel aus der Türkei bemühen: ein starker Produzentenmarkt mit Milliardenumsatz, der in Deutschland bisher nur schwach vertreten sei, wie Gerhard Poppke ("alles guckt auf China") erklärt.

60 Millionen Euro steckt Unimo in Kauf und Umbau des Imotex-Hauses. Eine Investition nicht ohne Risiko, stellt Michael Nave klar: Anders als im benachbarten Huma-Park, der ebenfalls vom Schweizer Investor übernommen wurde und derzeit von ECE umgebaut wird, birgt das Mode-Großhandelscenter wegen der kurzfristigen Mietverträge und extremer Konkurrenzsituation so manche Unwägbarkeiten.

Die Fertigstellung ist für Ende 2011 geplant. Dann wird auch das benachbarte Shopping-Center eröffnet sein: ein Push für den Großhandelsbetrieb bei Imotex, da sind sich Unimo-Chef und Centermanager einig.

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