In ihrer kleinen Werkstatt und Werbeagentur in der Bismarckstraße tüftelt die 34-jährige Iris Nyerup an neuen Konzepten zur Erweiterung ihres Sortiments, das sie seit zwei Jahren auch im Internet vertreibt.

Neuss. Eine Neusserin, die gerne zum Schützenfest geht, ist ja nun mal nichts Ungewöhnlich. Eine junge Frau, die aus ihrer Liebe zur Heimatstadt ein Marketingkonzept entwickelt hat, wirkt da schon ein wenig exotischer. Was aus einem Spaß heraus entstand, hat sich längst zu einem Geschäft entwickelt. Iris Nyerup vertreibt T-Shirts, Regenschirme, Taschen und Babykleidung mit einem selbst kreierten Motiv des Neusser Stadtpatrons.

Rund um das Schützenfest boomt Nyerups Geschäft

In ihrer kleinen Werkstatt und Werbeagentur in der Bismarckstraße tüftelt die 34-Jährige an neuen Konzepten zur Erweiterung ihres Sortiments, das sie seit zwei Jahren auch im Internet vertreibt. Angefangen hatte alles 2004 auf dem Schützenfest, auf dem Nyerup eines ihrer selbst entworfenen T-Shirts ausführte.

"Ich hatte nie darüber nachgedacht, dass mein T-Shirt auch bei den anderen gut ankommen würde", sagt Nyerup. "Doch dann sprachen mich immer mehr Leute darauf an, wo ich es her hätte und ob ich die auch verkaufen würde", sagt die gebürtige Neusserin.

Ein Jahr später sichert sich Nyerup das Patent auf ihr Motiv und produziert einige T-Shirts, die sie im Freundes- und Bekanntenkreis verkauft. Die Nachfrage wird größer, die Kundenwünsche werden ausgefallener. "Ich sollte das Quirinus-Motiv auch schon mal auf eine Skihose sticken", erzählt Nyerup. Der absolute Renner seien derzeit aber die Baby-Bodys. Seit 2006 werden ihre Artikel auch in der Tourist-Info verkauft.

Leben kann die 34-Jährige von dem Geschäft mit dem Stadtpatron nicht. "Seit 2004 habe ich vielleicht 2000 Artikel verkauft", schätzt Nyerup. "Der Verkauf über das Internet ist dabei verschwindend gering." Das bedauere sie aber gar nicht.

"Ich will nicht, dass der Verkauf einen Ramsch-Charakter bekommt", sagt sie auch im Hinblick auf den bevorstehenden Quirinus-Markt als einen der Höhepunkte im Quirinusjahr. Mehr Werbung als bisher will Nyerup daher auch im Jubiläumsjahr des Stadtpatrons nicht machen.

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