Zum Auftakt des Niederrhein-Musikfestivals beeindruckten die Kubaner im Zeughaus.

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„Classica Cubana“ und Verstärkung im Zeughaus.

„Classica Cubana“ und Verstärkung im Zeughaus.

Marc Ingel

„Classica Cubana“ und Verstärkung im Zeughaus.

Neuss. Mit dem keineswegs traurigen Stück "Schwarze Tränen" beendeten fünf Könner ihres Fachs am Freitagabend im fast ausverkauften Zeughaus ein Konzert, dessen Klänge die Zuhörer wohl noch eine zeitlang begleiten werden. "Classica Cubana" vereinte auf der Bühne ein Ensemble, das zurecht mit Auszeichnungen überhäuft wurde.

Im Mittelpunkt stand ein Duo: Pancho Amat ist ein Ausnahmevirtuose auf der Tres, dem von der Gitarre abstammenden "National-Instrument" Kubas. Er verbindet enorme Spielfreude mit Kreativität und kann es sich in seiner Ausnahmestellung sogar leisten, mitten in einem Song sein Saiteninstrument zu stimmen.

Joaquin Clerch steht Amat kaum nach. "Er ist einer der führenden, wenn nicht der führende Gitarrist seiner Generation", sagt Eliot Fisk, sein Lehrer am Salzburger Mozarteum, anerkennend. Clerch hat alle wichtigen Gitarren-Wettbewerbe weltweit gewonnen.

In Neuss führte der Kubaner amüsant auf Deutsch durch das Programm und berichtete augenzwinkernd, wie die Stücke der preisgekrönten CD "Classica Cubana" zuweilen entstehen: "Aus Sehnsucht nach Telenovelas und Mojitos."

Begleitet wurde das Duo bei dem Konzert, das den Start des Niederrhein-Musikfestivals markierte, durch Flötistin Anette Maiburg, Bassist Omar Rodriguez Calvo und Percussionist Roland Peil, die sich wohltuend zurückhielten, aber durchaus auch ihre Chance erhielten zu glänzen.

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