Drei Schüler brachen auf dem Reuschenberger See ins Eis ein: Neunjähriger fast ertrunken. Er schwebt noch in Lebensgefahr.

Eis zu dünn: Drei Kinder konnten am Donnerstagnachmittag aus dem eiskalten Wasser gerettet werden.
Eis zu dünn: Drei Kinder konnten am Donnerstagnachmittag aus dem eiskalten Wasser gerettet werden.

Eis zu dünn: Drei Kinder konnten am Donnerstagnachmittag aus dem eiskalten Wasser gerettet werden.

Büntig

Eis zu dünn: Drei Kinder konnten am Donnerstagnachmittag aus dem eiskalten Wasser gerettet werden.

Neuss. Drei Jungen im Alter von neun und zehn Jahren sind am Donnerstagnachmittag auf der dünnen Eisfläche des Reuschenberger Sees eingebrochen. Ein Neunjähriger geriet mehrmals unter die Wasseroberfläche, er musste noch vor Ort wiederbelebt werden. Am Freitag schwebte er noch in Lebensgefahr.

Die drei Jungen waren am Nachmittag mit ihren Rädern und einem Roller unterwegs. Gegen 16.15 Uhr betraten sie den scheinbar gut zugefrorenen See. Sie entfernten sich etwa zehn Meter vom Ufer, als die Eisdecke unter ihrem Gewicht nachgab.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte hatte sich einer der beiden zehnjährigen Jungen selbstständig ans Ufer retten können. Die beiden anderen Kinder waren etwa in der Mitte des Sees im Wasser zu sehen. Feuerwehrleute, die sich in Schutzanzügen den Eingebrochenen nähern wollten, brachen ebenfalls auf der dünnen Eisfläche ein.

Die Besatzung eines Rettungshubschraubers warf einen Rettungsring auf die Eisfläche. Ein Junge konnte den Ring erfassen und dann ans Ufer gezogen werden. Der dritte Junge geriet mehrmals mit dem Kopf unter die Wasseroberfläche.

Der Hubschrauber zog schließlich an einem Seil ein Rettungsboot mit Feuerwehrleuten über die Eisfläche. Wenig später konnte auch der Neunjährige aus dem eiskalten Wasser geborgen werden. Er wurde noch vor Ort reanimiert und später mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Die Rettungskräfte waren mit zahlreichen Helfern vor Ort. Doch Wasserwacht-Sprecher Dirk Büchen beklagte: "Ich kann nicht nachvollziehen, dass man die Wasserwacht erst so spät hinzugezogen hat."

 - Ein Video gibt es unter www.wieboldtv.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer