Frauen werden im Lukaskrankenhaus schon in der Schwangerschaft begleitet.

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Spaß für Mutter und Kind. Das Neusser Lukaskrankenhaus unterstützt Mütter. (Archivfoto)

Spaß für Mutter und Kind. Das Neusser Lukaskrankenhaus unterstützt Mütter. (Archivfoto)

Spaß für Mutter und Kind. Das Neusser Lukaskrankenhaus unterstützt Mütter. (Archivfoto)

Neuss. Das Mutter-Kind-Zentrum am Neusser Lukaskrankenhaus soll dafür sorgen, dass werdende und frisch gebackene Mütter sowie deren Nachwuchs noch besser versorgt werden.

Das neue Zentrum ist auf keinem Hinweisschild auf dem Gelände verzeichnet. "Eigentlich führen wir lediglich die Kompetenzen zusammen, die es bereits seit langem am Lukaskrankenhaus gibt", erklärt Professor Hans-Georg Schnürch, Chefarzt der Frauenklinik.

"So ist dieses Mutter-Kind-Zentrum ein neues Gewand für eine bereits bewährte Kooperation." Doch diese Verknüpfung hat es in sich und ist auch notwendig. Denn nach wie vor stelle, so Schnürch, die Geburt eines Menschen mitunter den gefährlichsten Moment im Leben zweier Menschen da.

"Innerhalb weniger Augenblicke wird das Wasserwesen, das von der Sauerstoffzufuhr über die Plazenta abhängig ist, zu einem Luftwesen, das selbstständig atmen muss."

Grund genug, alle Fachleute so nah zusammenzuführen wie möglich. Operations- und Kreißsaal sowie die Kinderintensivstation sind innerhalb von 30 Sekunden erreichbar, Gynäkologie und Kinderklinik arbeiten Hand in Hand.

"Alle dort beschäftigten Kräfte, Mediziner, Hebammen und Pfleger, laufen sich ständig über den Weg, es findet ein ständiger Erfahrungsaustausch statt, von dem die Patienten profitieren", ergänzt Professor Peter Gonne Kühl, Chefarzt der Kinderklinik.

Beide Mediziner sind sich einig: Das starre Fachbegriffsdenken muss abgelöst werden zugunsten eines ineinandergreifenden Denkens, in dem alle Kräfte ein einem Strang ziehen.

Zentren sollen die Abschottung der einzelnen Fächer auflockern und eine Konzentration auf die Kernaufgabe möglich machen.Schnürch: "Früher wurde der Patient vom Internisten zum Chirurgen und dann möglicherweise noch zu einem weiteren Facharzt geschickt. Jetzt kommen die behandelnden Ärzte zum Patienten."

Ähnliche Entwicklungen seien auch in anderen medizinischen Disziplinen denkbar. Tumorzentren für die Krebsbehandlung etwa, oder Diabeteszentren. Doch entscheidend sei auch das Vertrauen. "Und das ist gerade in der Geburtshilfe äußerst wichtig", berichtet Schnürch.

So könnten schwangere Frauen schon weit vor der Geburt den Kinderarzt kennen lernen. Unsicherheiten im Rahmen von Ultraschalldiagnosen könnten so genommen werden, täglich finden Fallkonferenzen statt. Kosten entstehen bei dem Austausch und der Verknüpfung nicht. Schnürch: "Es gibt ja nichts, was nicht vorher schon da war. Es wird nur intensiviert."

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