Hilfsprojekt: Nach dem Erdbeben engagierten sich vier Neusser für „Haiti Care“ – mit großem Erfolg.

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Natascha Kaasch, Cornel Hüsch, Sebastian van Opbergen und Michael Kaasch.

Natascha Kaasch, Cornel Hüsch, Sebastian van Opbergen und Michael Kaasch.

privat

Natascha Kaasch, Cornel Hüsch, Sebastian van Opbergen und Michael Kaasch.

Neuss. Ob bei Schützentreffen, bei Karnevalsveranstaltungen oder über die Schulkontakte der Kinder - gleich nach der Erdbeben-Katastrophe in Haiti im Januar machten die Eheleute Sebastian und Susanne van Opbergen sowie Cornel und Ursula Hüsch die Hilfsorganisation Haiti Care in Neuss bekannt. Mit großem Erfolg: 66000Euro kamen bei dem Projekt "Neusser helfen Haiti" für die Organisation zusammen.

"Bei diesem schlimmen Unglück wollten wir helfen. Es ist beeindruckend, wie viele Bürger gespendet haben", sagt Susanne van Opbergen, die seit 2004 durch ihre haitianische Adoptivtochter Sandra eine besondere Bindung zu dem karibischen Inselstaat aufgebaut hat.

"Schon als ich 1985 zum ersten Mal auf Haiti war, war ich entsetzt über die Armut, die dort herrscht", erinnert sich Michael Kaasch aus Berlin. 1992 hat er die Hilfsorganisation Haiti Care ins Leben gerufen. 1988 adoptierte die Familie Kaasch die kleine Natacha aus einem haitianischen SOS-Kinderdorf. Die heute 30-Jährige leitet dort nun eine kleine Montessori-Schule, die die Institution seit 2004 gebaut hat. Dazu gibt es in zwei weiteren Gebäuden noch ein Waisenhaus, einen Kindergarten, eine Krabbelkrippe, eine Näh- und eine Computer-Lehrwerkstatt.

Am Mittwoch besuchten Michael Kaasch und Natacha erstmals die Ehepaare van Opbergen und Hüsch, die Haiti Care von Neuss aus unterstützen. "2010 werden wir etwa 600000Euro an Spenden zusammen bekommen, das ist ein toller Wert, an dem Neuss großen Anteil hat", erklärt Kaasch.

Vor allem direkt nach dem Beben sei der Großteil der Spenden in Nahrungsmittel, Wasser und Logistik vor Ort investiert worden. "Viele Menschen hatten ja nichts mehr", berichtet Kaasch, in dessen neunköpfiger Hilfsorganisation sechs Familienmitglieder am Werk sind. Aktuell stehen die erst vor sechs Jahren errichteten Gebäude wieder im Fokus: Hier hinterließ das Erdbeben zum Teil große Schäden. Die sollen bald behoben, die Gebäude erdbebensicher gemacht werden.

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