Plattform: Ein neuer Arbeitskreis betreibt ganz konkret den Aufbau eines Netzwerks.

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Wirtschaftsförderer Frank Wolters sitzt auf einem Stuhl, den Berufsschüler während des Internationalen Hansetages 2007 in Lippstadt für die Vertreter der Hansestädte gemacht haben. Jetzt steht er bei der Wirtschaftsförderung.

Wirtschaftsförderer Frank Wolters sitzt auf einem Stuhl, den Berufsschüler während des Internationalen Hansetages 2007 in Lippstadt für die Vertreter der Hansestädte gemacht haben. Jetzt steht er bei der Wirtschaftsförderung.

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Wirtschaftsförderer Frank Wolters sitzt auf einem Stuhl, den Berufsschüler während des Internationalen Hansetages 2007 in Lippstadt für die Vertreter der Hansestädte gemacht haben. Jetzt steht er bei der Wirtschaftsförderung.

Neuss. Weiß und rot waren die Farben der Hanse, weiß und rot wie im Wappen der (Hanse-) Stadt Neuss. In erster Linie war das mächtige Bündnis des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit eine Wirtschaftsvereinigung erfolgreicher Kaufleute und selbstbewusster Städte. Seit 1980 gibt es einen neuen Hansebund. Neuss zählte 1984 zu den ersten Städten, die den internationalen Hansetag ausrichteten. Nun gibt es Ansätze, den alten Gedanken aufzugreifen und auch die neue Hanseverbindung als Netzwerk für wirtschaftliche Interessen zu nutzen. Treibende Kraft dabei ist Neuss.

2006 fand zum ersten Mal ein Wirtschaftsforum statt

2006 fand zum ersten Mal während eines Hansetages ein Wirtschaftsforum statt; vorbereitet von Neuss, Lippstadt und dem niederländischen Hattem. 800Besucher kamen, "ein fulminanter Start", wie Frank Wolters von der Neusser Wirtschaftsförderung sagt.

Neben den traditionellen Aktivitäten mit dem großen Jahrmarkt und vielfältiger Erinnerung an die erfolgreichen Zeiten des umfassenden Hansebundes standen nun wirtschaftliche Fragen auf der Tagesordnung. Wie lassen sich die mittlerweile gewachsenen engen Verbindungen zahlreicher Kommunen nutzen? Der neue Hansebund sei eine Art Freundeskreis, meint der Neusser Wirtschaftsförderer, "man versteht sich, das lässt sich doch nutzen."

So hat sich ein Arbeitskreis gegründet, der ganz konkret den Aufbau eines Netzwerks betreibt. "Jeder Kommune des Arbeitskreises definiert Branchen beziehungsweise Unternehmen, dann müht man sich um Kooperationen. Da kann es um Absatzmärkte gehen, aber auch um Austausch von Know How", erklärt Wolters. Ganze Projekte ließen sich in dieser Plattform platzieren. Noch ist alles in den Anfängen, aber ein Erfolgserlebnis gibt es schon. Das Neusser Unternehmen Beko, Spezialist für Drucklufttechnik, suchte einen Partner in Estland - und hat ihn gefunden, dank des Hanse-Arbeitskreises.

Es wurde eine Art Businessplan erarbeitet

Einen Vorteil sieht Wirtschaftsförderer Frank Wolters auch in der internationalen Bedeutung. Doch ins Blaue hinein agiert der Arbeitskreis nicht. Man habe eine Art Businessplan erarbeitet, sagt der Hanse-Aktivist. Drei Jahre, dann wird kritisch Bilanz gezogen, ob tatsächlich erfolgreiche Wirtschaftskontakte geknüpft wurden. Die nächste Chance liegt im Osten. In diesem Jahr richtet Welikij Nowgorod in Russland den internationalen Hansetag aus, einst eine der mächtigsten Hansestädte.

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