Tausende drängelten sich durch die Innenstadt. Am verkaufsoffenen Sonntag ließen sich Geschäftsleute viel einfallen.

Zahlreiche Besucher tummelten sich um die Verkaufsstände und Bühnen in der proppevollen Innenstadt.
Zahlreiche Besucher tummelten sich um die Verkaufsstände und Bühnen in der proppevollen Innenstadt.

Zahlreiche Besucher tummelten sich um die Verkaufsstände und Bühnen in der proppevollen Innenstadt.

Auf der großen Bühne auf dem Markt wurden den Zuschauern die neusten Modetrends präsentiert.

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Zahlreiche Besucher tummelten sich um die Verkaufsstände und Bühnen in der proppevollen Innenstadt.

Neuss. Durchsetzungsvermögen und Geduld benötigten die Besucher des Hanse-Festes in der Neusser Innenstadt. Das Wetter hatte es gut mit den Geschäftsleuten gemeint, und so drängelten sich Tausende durch die Budenstadt zwischen Markt und Krefelder Straße sowie besonders vor der Bühne am Zeughaus. Interessant zu beobachten, wie resolute Väter sich beim Kinderwagen-Hindernislauf durch die Massen mit Ellenbogen-Mentalität Vorteile zu verschaffen suchten.

Die Kaufleute hatten sich so einiges einfallen lassen. So warb eine Parfümerie mit einem scheinbar von der Kirmes entliehenen Werbesprecher lautstark und gebetsmühlenartig damit, dass der Kunde mit 20 Prozent Rabatt rechnen könne, während am Bierstand ein paar Meter weiter Jahreszeiten übergreifend musikalisch schon vorzeitig die Karnevalszeit eingeläutet wurde.

Bei Pfannen-Udo, der - rhetorisch versiert - die Thermo-Böden seiner Kochutensilien aus Titan anpries, dürfte ebenfalls die Kasse geklingelt haben. Auch die Renaissance der in dieser Form allenfalls aus der DDR bekannten Schlange vor Geschäften konnte beobachtet werden: Drogerie und Apotheke lockten die Leute mit Gewinnen am Glücksrad.

Wer dem Zeichner, der Babys im Kinderwagen mit Kohlestift auf Papier bannte, über die Schulter geschaut hatte, benötigte spätestens nach der Bude, wo dem Passanten Zwiebel- und Gemüseschneider vor die Nase gehalten wurde, am Killepitsch-Stand eine kleine Stärkung.

Derart innerlich aufgewärmt und vom Stress befreit, hatten die Besucher dann auch ausreichend Muße, sich auf der großen Bühne auf dem Markt die neusten Mode-Trends anzusehen, die von Mandy und Melanie vorgeführt und vom Moderator in monotonem Monolog präsentiert wurden.

Kinder hatten für so etwas natürlich kein Auge. Sie amüsierten sich zum Beispiel im Kinderparadies vor dem Zeughaus, wo vor allem der Pony-Express rege frequentiert wurde.

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