Der Schulleiter des Erzbischöflichen Marienberg-Gymnasiums stellt den Schulbesuch wegen Amok-Gerüchten frei.

Neuss. Unruhe und Verunsicherung am Erzbischöflichen Marienberg-Gymnasium: Wegen Gerüchten um eine Amokdrohung für Freitag hat Schulleiter Josef Burdich in einem Brief allen Eltern freigestellt, ihre Töchter an diesem Tag nicht zu Schule zu schicken.

"Es gibt Gerüchte, aber keine Amokdrohung", sagt Poizeisprecher Hans-Willi-Arnold: "Und es gibt keinerlei objektive Anhaltspunkte durch eine Gefährdung von wem auch immer."

Sichtlich mitgenommen kommentierte gestern Oberstudiendirektor Burdich die Angelegenheit. Da sich die Gerüchte auch an andere Schulen hin ausgebreitet hätten, habe er diesen Brief schreiben müssen. Eine ähnliche Situation habe er in seinen 17 Jahren als Schulleiter noch nicht erlebt.

Er bedaure, dass auch das Marienberg nun zu den Schulen gehöre, an denen ohne konkrete Hinweise Gerüchte in Umlauf gesetzt würden. "Die Schülerinnen können dem entgegenwirken, indem sie sich eben nicht an solchem Gerede beteiligen und vorübergehend generell ihre Internet-Chat-Gewohnheiten einschränken", so Burdich.

Hans-Willi Arnold verweist auf die Entwicklung der vergangenen Wochen. Gab es in NRW im Januar und Februar insgesamt zweimal den Verdacht einer Amoktat an einer Schule, sind es seit der Tragödie von Winnenden 268 Androhungen. "Und an keiner Drohung war was dran", so Arnold. Werden die Absender erwischt, drohen schnelle und harte Strafen.

Am Freitag übrigens ist letzter Tag vor dem Abi.

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