Parteichef und Landtagsmitglied bewerben sich im CDU-Vorstand.

Neuss. Seit Wochen wurde spekuliert, doch der Termin der Bundestagswahl sollte verstreichen, so hatte man sich geeinigt. Montagabend dann kündigte CDU-Parteichef und Ratsherr Jörg Geerlings im Parteivorstand an, er werde sich um die Kandidatur zur Landtagswahl bewerben. Gleiches tat am Abend Heinz Sahnen, der im Jahr 2000 erstmals gewählt und 2005 wiedergewählt wurde. Er hatte stets betont, das Landtagsmandat wieder anzustreben.

Seine Entscheidung sei "seit langem gereift" so Geerlings. Er vermeidet den Begriff Kampfkandidatur und spricht von einer demokratischen Entscheidung. Die trifft zum Ende des Jahres die Partei. Bis dahin werden die Konkurrenten Unterstützung für ihre Bewerbung suchen. Jörg Geerlings erklärt, er habe genug politische Erfahrung gesammelt und etliche Wahlkämpfe bestritten. Es sei jetzt "Zeit für einen Wechsel". Sein Ziel sei es, Neuss im Landtag stark zu vertreten: "Landes- und Kommunalpolitik sind eng verzahnt, etwa über die Gemeindeordnung und die Finanzpolitik. Da will ich mitwirken."

Das will weiterhin auch Heinz Sahnen. Er ist Sprecher der Landtagsfraktion für Bauen und Verkehr und Mitglied im Fraktionsvorstand. In Neuss unterlag er vor kurzem bei der Wiederwahl zum Vorsitzenden der Ratsfraktion. "Ich gehe selbstbewusst in diese Kandidatur", sagt er und betont: "Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, dass der Finanzstrom von Düsseldorf nach Neuss fließt." Er verweist auch auf seine Wahlergebnisse in Neuss: Bei seinen Kandidaturen zum Rat und Kreistag habe er immer das mit Abstand beste Ergebnis für die CDU geholt.

Gewählt wird am 9. Mai. Auf einen Listenplatz kann die Neusser CDU nicht hoffen.

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