St. Sebastianus-Schützen: 1700 Mann starkes Regiment, Unfall an der Jostenallee.

Nahmen Aufstellung: Schülerprinz Jan Göres, König Manfred Schlaak, Präsident Rolf Stein und Prinz Tim Exner.
Nahmen Aufstellung: Schülerprinz Jan Göres, König Manfred Schlaak, Präsident Rolf Stein und Prinz Tim Exner.

Nahmen Aufstellung: Schülerprinz Jan Göres, König Manfred Schlaak, Präsident Rolf Stein und Prinz Tim Exner.

Dietmar Wilhelm

Nahmen Aufstellung: Schülerprinz Jan Göres, König Manfred Schlaak, Präsident Rolf Stein und Prinz Tim Exner.

Neuss. Die Sonne lachte am Sonntagmittag über den Straßen der Neusser Furth, als sich die Schützen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft auf die große Königsparade vorbereiteten.

Kurz nach Mittag zog das knapp 1700 Mann starke Regiment auf und nahm Aufstellung. Da konnte noch niemand ahnen, dass das Fest am Montag noch durch einen schweren Unfall getrübt werden sollte. Ein scheuendes Pferd verletzte sechs Personen an der Zugstrecke.

Am Sonntag jedenfalls sah man dem einen oder anderen Schützen noch die lange Nacht an, waren die Aktiven doch am Abend zuvor mit rund 20 Großfackeln durch die Straßen der Nordstadt gezogen. Dabei wurde eines deutlich: Das Fußballspiel zwischen Bayern München und Inter Mailand interssierte auch einige Schützen brennend. Und weil Not bekanntlich erfinderisch macht, gab es einige Züge, die mithilfe von Minifernsehgeräten oder Laptops während des Fackelzuges das Spiel verfolgten.

Schützenkönig war auch schon Karnevalsprinz

Am Sonntagvormittag war das jedoch längst Geschichte. Nachdem das Regiment sich formiert hatte, bezogen das Komitee und die Ehrendelegation die Bühne, an der Spitze der amtierende König Manfred Schlaak (65). Nachdem der Präsident der Sebastianer, Rolf Stein, ans Mikrofon getreten war und an alle Zuhörer appellierte, das Fest und die Parade zu genießen, machten sich die Fahnenträger und Hönnesse bereit, um den Gästen ihre Aufwartung zu machen.

Im Anschluss inspizierten Oberst Heiner Ringes und sein Adjutant Reinhard Wimmers das Regiment, bevor die Meldung an den König zur Abnahme der Front erfolgte. Manfred Schlaak machte das sichtlich Spaß. Für viele Neusser ist er kein Unbekannter: Als bekennender Anhänger des Winterbrauchtums hat er bereits zweimal die Stadt als Karnevalsprinz vertreten.

Nach der großen Königsparade sammelten sich die Schützen am Sonntag um 16 Uhr zum nächsten Umzug. Von größeren Ruhephasen ohnehin nicht die Rede sein. So fanden sich die Schützen am Montag zu einem Besuch der Altenwohnungen an der Rehhecke ein, das Altenwohnheim an der Neusser Weyhe wird heute besucht. Der Umzug gestern wurde wegen des Unfalls abgebrochen. Das Schützenfest auf der Furth endet heute Abend mit den Krönungsfeierlichkeiten im Festzelt.

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