Vertrag: Stadt und Unternehmer besiegeln das Bauprojekt in der Innenstadt.

Neuss. Der Zeitplan steht, die politische Entscheidung ist im Februar gefallen, seit Donnerstag ist der Vertrag zwischen Stadt und Bauunternehmer-Gemeinschaft unterzeichnet: Der Bau eines Hauses für Volkshochschule und Musikschule sowie der Dependance der Fernuni Hagen auf dem Gelände des früheren Busbahnhofs kann beginnen beziehungsweise beantragt werden.

Ambitioniertes Projekt an zentraler Stelle

Nach umfangreichen Ausgrabungen mit sensationellen Funden und sieben Jahren Jahren Brache wird dann auf dem zentralen, städtebaulich sensiblen Platz ein großes Gebäude mit Platzgestaltung entstehen. Als Modell für dieses ambitionierte Projekt entschied sich die Stadt für das PPP-Verfahren (Public Private Partnership). Nach einem umfangreichen Ausschreibungsverfahren wird ein Anbieter ausgewählt, der auf eigenen Kosten baut und über einen bestimmten Zeitraum, hier sind es 20Jahre, für Instandhaltung und Betriebskosten zuständig bleibt. Die Stadt zahlt einen festen jährlichen Betrag. Nach 20 Jahren wird der Vertrag entweder verlängert, oder die Stadt kauft die Immobilie zu einem festgelegten Restwert.

Verantwortlich ist seit Donnerstag, 10 Uhr, die Bewerbergemeinschaft Frauenrath Nesseler PPP. Von einer "ganz besonderen Herausforderung an dieser zentralen Stelle" sprach Gereon Frauenrath, der sichtlich froh war, dass nach den umfangreichen Ausschreibungs- und Vertragsarbeiten nun die "klassische Arbeit als Bauunternehmer" beginnt. Allerdings ist der Zeitplan jetzt schon ein wenig in Verzug. Nach einer ersten Teilbaugenehmigung könnten im Juni/Juli die Gründungsarbeiten starten. Fest steht allerdings der Übergabetermin mit dem 30.Oktober 2010.

Das sei nicht der Eröffnungstermin, warnte Kulturdezernentin Christian Zangs gestern schon einmal vor. Die Stadt muss noch die Einrichtung des Hauses für die Kulturinstitute übernehmen. Am Donnerstag aber überwog die Erleichterung, dass das komplexe wie komplizierte Projekt - das PPP-Verfahren ist ein Novum für die Stadt - nun zum Baubeginn kommt.

"Es wird dem Standort gerecht, und es wird funktionieren", kommentierte Christiane Zangs. Sie ist sicher, dass sich auch an Hymgasse und Münze noch einiges tun wird. Was den Namen des Gebäudes angeht, so sollen die Neusser gefragt werden. Der Arbeitstitel "Haus der Bildung" habe doch einen eher spät-sozialistischen Klang, erklärte der Bürgermeister.

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