Planungsausschuss: Für die Gestaltung gibt die Politik dem europaweit gesuchten Investor wenig Spielraum.

wza_1500x1044_391094.jpeg
Auf dem Gebiet der ehemaligen Münsterschule, in Sichtweite von St.Quirin, soll das Neubauprojekt realisiert werden.

Auf dem Gebiet der ehemaligen Münsterschule, in Sichtweite von St.Quirin, soll das Neubauprojekt realisiert werden.

Uli Engers

Auf dem Gebiet der ehemaligen Münsterschule, in Sichtweite von St.Quirin, soll das Neubauprojekt realisiert werden.

Neuss. Gewerbe in den neuen schick gestalteten Cretschmarhallen, ein schiffsbugähnlich anmutendes Kopfgebäude am Hafenbecken 1. Wohnen dort, wo heute noch die ungenutzte alte Münsterschule steht; beide Komplexe verbunden durch eine Fußgängerbrücke über die Batteriestraße.

Waterfront-Verwirklichung ist ein Stück vorangekommen

Das so genannte Waterfront Konzept wird seit langem diskutiert. Es wurde potenziellen Investoren schon im vergangenen Jahr auf der Expo Real vorgestellt. Jetzt sind die Voraussetzungen zur Verwirklichung ein Stück vorangekommen - ein kleines Stück. Zunächst geht es um die europaweite Ausschreibung der beiden Teilprojekte.

Das Verfahren, ohnehin kompliziert, wird durch die Eigentumsverhältnisse nicht einfacher. Das Gelände mit den Cretschmarhallen gehört der Stadthafen GmbH, einer rein städtischen Tochter. Die hat im Jahr 2007 einen Ideenwettbewerb für das Areal ausgeschrieben, Sieger war das renommierte Büro Ingenhoven und Ingenhoven.

Der Entwurf enthält besagtes Kopfgebäude am unteren Ende der Hallen; eine Brücke erschließt das Gelände bis zur Vogteigasse. Ein Bebauungsplan, der das Projekt möglich macht, wurde im Frühjahr aufgestellt. Ingenhoven tat noch mehr und lieferte mit dem Siegerentwurf gleich eine Idee für mehrgeschossige Wohnbebauung für die Fläche der Münsterschule.

Dieses Gelände gehört der Stadt und soll seit dem Umzug der Schule an die Hafenstraße vermarktet werden.

Da die Stadt beziehungsweise die Stadthafen GmbH beide Flächen verkaufen und dabei sehr konkrete Vorgaben für die künftige Bebauung geben wollen, muss europaweit ausgeschrieben werden. Einvernehmen herrscht darüber, dass das wegen der engen Verbindung der beiden Teil-Flächen gemeinsam geschehen soll, auch wenn ein Investor sich nur für ein Projekt entscheiden kann.

Planungsausschuss muss über Münsterkirche entscheiden

Grundlage ist die Ingenhoven-Planung. Während der Beirat der Stadthafen GmbH bereits für seinen Teil die ohnehin notwendige Europa-Ausschreibung beschlossen hat, musste der Planungsausschuss jetzt für die Münsterschule beschließen. Zunächst aber soll nun die Ideenskizze von Ingenhoven präzisiert werden, und das Ergebnis möchten die Politiker noch einmal sehen, bevor sie endgültig beschließen.

Das Ausschreibungsverfahren muss das nicht verzögern. In der ersten Stufe wird ohnehin nur bekanntgegeben, dass es einen vorgeschalteten Teilnehmerwettbewerb geben wird, die Angaben werden sich auf zwei Grundstücke, einmal Gewerbe, einmal Wohnen, durch eine Brücke verbunden beschränken. Aus den Bewerbern wird die Stadthafen GmbH eine Vorauswahl treffen, und erst an diese Interessenten wird dann die Ausschreibung mit den genauen Vorgaben versandt.

Großen Spielraum werden die potenziellen Investoren dann jedenfalls nicht mehr haben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer