Case-Gelände: Am Hafenbecken1 sollen noch im April die Arbeiten beginnen.

Früher Case, dann zehn Jahre Brache, nun künftiger Standort für Arcelor Mittal: Das Filetstück am Hafenbecken1.
Früher Case, dann zehn Jahre Brache, nun künftiger Standort für Arcelor Mittal: Das Filetstück am Hafenbecken1.

Früher Case, dann zehn Jahre Brache, nun künftiger Standort für Arcelor Mittal: Das Filetstück am Hafenbecken1.

Uli Engers

Früher Case, dann zehn Jahre Brache, nun künftiger Standort für Arcelor Mittal: Das Filetstück am Hafenbecken1.

Neuss. Zehn Jahre lag das Case-Gelände brach, dann endlich kam nach langen, zähen Verhandlungen der Deal zustande: Die Stadthafen GmbH, eine reine Stadttochter, verkaufte im Mai letzten Jahres die 9 Hektar große Fläche am Hafenbecken1 an die Movesta, wie es hieß, für 8 Millionen Euro. Diese Gesellschaft, die zu gleichen Teilen von der IKB Deutsche Industriebank und der KfW Ipex Bank getragen wird, baut für den weltgrößten Stahlproduzenten Arcelor Mittal ein Logistikzentrum. Der wird es dann mieten.

"Wir arbeiten mit Hochdruck an den Planungen."

Ralf Becker, Arcelor Mittal

Bagger wurden allerdings auf dem Gelände noch nicht gesichtet. Befürchtungen, im Zuge der Krise halte sich der Weltkonzern mit der Investition im Neusser Hafen zurück, weist Ralf Becker, Geschäftsführer von Arcelor Mittal Distribution mit Sitz - noch - in Ratingen, energisch zurück. "Wir arbeiten mit Hochdruck an diesem Projekt", betont der Manager. Die Baugenehmigung sei beantragt, eine Teilgenehmigung für Erdarbeiten bereits erteilt. Mitte bis Ende April sollen die Arbeiten beginnen.

In einem Jahr soll der Komplex gegenüber dem UCI-Kino mit einer 40000Quadratmeter großen Logistikhalle, einem Verwaltungs- und Sozialgebäude stehen, dann müssen auch die Gleisanschlüsse bereitstehen. Die Neuss-Düsseldorfer Häfen haben dazu bereits Regelungen getroffen. "Im Februar/März wollen wir einziehen", sagt Becker, der optimistisch erklärt, dann werde es auch wieder bergauf gehen: "Wir haben keine Konjunkturkrise, wir erleben eine Finanzkrise."

Die Banken täten sich schwer, Kredite im operativen Geschäft zu vergeben. Das spüre auch Arcelor Mittal. Zurzeit sie man dabei, für das Neusser Projekt "die optimale Finanzierungsform mit Movesta zu verhandeln". Aber, so wiederholt es der Geschäftsführer, die Planung sei davon unberührt: "In einem Jahr sind wir fertig."

Parallel zu den Planungen des Logistikzentrums ist die Stadthafen aktiv. An der künftigen Winkelstützwand des neuen Komplexes wird von der Gesellschaft ein Landschaftspark errichtet. Außerdem lässt die Stadthafen die Industriestraße ausbauen, verlängern und am Ende einen Wendehammer errichten. Kosten hierfür: 400000Euro. Die Kosten für den Landschaftsbau sind noch nicht ermittelt.

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