Wahlkreis 44: Hans-Peter Fantini tritt bei der Landtagswahl für die Liberalen an.

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Hans-Peter Fantini.

Hans-Peter Fantini.

Hans-Peter Fantini.

Neuss. Er war lange in der Modebranche tätig, erst als Zentraleinkäufer vieler großer Unternehmen, dann als Inhaber einer Agentur in Euromoda, seit kurzem ist er Ruheständler - und überraschend zum Landtagskandidaten der Neusser FDP geworden. Hans-Peter Fantini (66) tritt im Wahlkreis44 (Neuss) an.

Nach internen Differenzen wurde statt des eigentlich vorgesehenen Kandidaten kurzfristig Fantini gebeten, sich aufstellen zu lassen. "Ich habe nicht darauf hingearbeitet, aber ich habe gleich zugesagt. Sozusagen aus Staatsraison", sagt Fantini. Wegen der ungeplanten Kandidatur fehlte der Liberale dann auch auf dem ein oder anderen Wahlkampftermin: Der Urlaub auf Malta war schon gebucht.

Einen Listenplatz der Landespartei hat Hans-Peter Fantini nicht, doch nur um Zweitstimmen werben mag er nicht: "Ich gehe es so an, als wäre es wirklich möglich." Und so setzt er sich an den Samstagen in der Innenstadt mit den Passanten auseinander. So viel Negatives gebe es gar nicht, berichtet er. Und wenn es um das Thema Steuersenkungen geht, das ihm sehr am Herzen liegt, erkläre er Standbesuchern: "Langfristig ist das Ziel nach wie vor richtig. Aber man muss doch bei geänderten Umständen auch Entscheidungen abändern können."

Die rapide gesunkenen Umfragewerte für seine Partei sieht er vor allem der Medienkampagne gegen Guido Westerwelle geschuldet, wie er es formuliert. Maßstab für das Ergebnis sei für ihn ohnehin das der letzten Landtagswahl. "Da hatten wir 6,2 Prozent, und wenn wir am 9.Mai mehr haben, ist das doch ein Erfolg." Aber Fantini bekennt auch: "Es wird eng, ganz eng." Zumal auch die CDU nach seiner Beobachtung darauf setzt, Zweitstimmen von FDP-Wählern zu erzielen.

Ob Schwarz-Gelb es in eineinhalb Wochen schaffen wird? "Ich will es hoffen, man kann es nicht zwingen", sagt der Kandidat.

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