WZ-Umfrage: Haben die Neusser Angst vor Einbrechern? Die Antworten sind unterschiedlich.

Neuss. Die ungebetenen Besucher kommen oft im Dunkeln, brechen Türen und Fenster auf und verwüsten die Räume auf der Suche nach Beute: Einbrecher nutzen vor allem Herbst und Winter für ihre Diebestouren in Häusern und Wohnungen. Haben die Neusser Angst vor einem Einbruch in den eigenen vier Wänden? Waren sie selbst schon einmal Opfer? Wie schützen sie sich davor? Die WZ befragte die Bürger.

Vor sieben Jahren scheiterten Einbrecher in Michael Zimmermanns (36) Wohnung an zwei vierbeinigen Wächtern: Seine Schäferhunde verjagten die Diebe. "Sie brachen nachts die Balkontür auf. Ich habe geschlafen und bin durch das Bellen wachgeworden", sagt er. Deshalb fürchte er auch keinen weiteren Vorfall: "Die Hunde passen auf."

Alarmanlagen, Sicherheitsschlösser: Davon hält Wilhelm Stahlschmidt (75) nichts - und das, obwohl ihm bereits Lebensmittel aus dem Keller gestohlen wurden. "Die kommen überall rein, wenn sie wollen. Ein Nachbar hat eine Alarmsicherung an jedem Fenster, das ist doch übertrieben."

"In meiner Wohnung fühle ich mich sicher, ich brauche keine Alarmanlage. Meine Schlösser reichen", erklärt Claudia Voss (68). Sie könne sich an keinem Einbruch in ihrer Wohngegend erinnern.

Auch Nadine Müller (20) habe keine Angst vor Einbrüchen: "Bei uns ist das noch nie passiert. Meine Eltern haben eine Alarmanlage. Auch unsere Hunde passen gut auf uns und unser Haus auf."

Susanna Bastos (23) aus Portugal erklärt, dass in ihrem Heimatland viele Leute Angst vor unerwünschten Hausgästen haben. "Viele Menschen haben sich zum Schutz eine Waffe zugelegt. In meiner Wahlheimat Neuss habe ich dagegen nur selten von Einbrüchen gehört."

Karl-Heinz Waltersmann (60) hat in seiner Wohnung keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen gegen Einbrecher eingerichtet. "Ich lasse nachts die Rollladen runter, das sollte reichen. Bislang ist noch nie etwas passiert", meint er. Trotzdem wisse er: "Ganz sicher ist man eh nie. Man sollte sich keine zu großen Gedanken machen."

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