Der Yacht Club Novesia will in Zukunft Jugendliche für den Sport begeistern.

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Am Samstag befreiten die Mitglieder des Yacht Clubs Novesia das Ufer von Treibgut.

Am Samstag befreiten die Mitglieder des Yacht Clubs Novesia das Ufer von Treibgut.

Uli Engers

Am Samstag befreiten die Mitglieder des Yacht Clubs Novesia das Ufer von Treibgut.

Neuss. Wenn Uwe Manke an die vergangenen 50 Jahre denkt, dann hat er nur eines im Sinn: das Segeln. 1958 trat er dem Yacht Club Novesia bei, war eines der frühen Mitglieder und damit Mitbegründer der nun 50-jährigen Vereinsgeschichte.

Sein Vater brachte Manke in der Kindheit ans Segeln, heute kann er sich nicht mehr vorstellen, den Verein zu verlassen. "Der Club ist meine sportliche Heimat. Er ist Teil meines Lebens geworden", sagt er.

Das Vereinsleben spielt sich in modernen Clubräumen ab

Im Frühjahr 1959 schlossen sich einige junge und begeisterte Segler aus dem Raum Neuss zusammen und gründeten den Yacht Club Novesia, der heute 80 Mitglieder hat.

Für kurze Zeit machte der Club im Floßhafen fest, zog dann aber bald in den Napoleonhafen nach Grimlinghausen. Seitdem hat der Club in einem der schönsten Naturhäfen am Rhein zwischen Stromkilometer 735 und 736 und unmittelbar neben der Erfteinmündung eine Heimat gefunden.

Bereits in den 1960er-Jahren wurde eine Steganlage gebaut, mehr als 30 Segelboote - teils seetüchtige Fahrtenschiffe oder auch schnelle Regattaboote - machen seitdem an der Steganlage fest.

Nach der Gründung des Vereins spielte sich das Clubleben zunächst auf der Steganlage, im Vereinsraum des Neusser Wassersportvereins, des Kanu Clubs oder auf dem Vereinsboot des Marinevereins "Pulchra Nussia" ab. Heute verfügt der Yacht Club Novesia über eigene moderne Clubräume, die im Jahr 2005 fertiggestellt wurden.

In Planung ist nun aber auch ein neues Wassersportzentrum in Uedesheim. "Früher war es noch problemlos möglich, im Sporthafen zu segeln. Mittlerweile verhindern das die Bäume", sagt Manke, der 2001 erster Vorsitzender des Yacht Clubs wurde.

"Und das macht es eben auch nicht leicht, neue Mitglieder zu gewinnen", sagt er. "Wir brauchen einen Ort, an dem wir gefahrlos unerfahrene Segler ausbilden können."

Die Stadt hat bereits einen Teil des Geländes am Sandhofsee gekauft. Gemeinsam mit anderen Neusser Wassersportvereinen will der Yacht Club Novesia eine Bootshalle und einen Steg bauen.

"Vielleicht wird es ja noch etwas in diesem Sommer", so Manke. Dann soll es auch mit dem Nachwuchs klappen. "Wir planen, uns an die Neusser Schulen zu wenden und junge Leute für den Segelsport zu begeistern."

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