Das letzte Stück zwischen den Gleisen wird mit Bitumen gefüllt.

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Hier wird nicht gepflastert – die Steine sind weg. Jetzt muss erst einmal Bitumen her.

Hier wird nicht gepflastert – die Steine sind weg. Jetzt muss erst einmal Bitumen her.

Uli Engers

Hier wird nicht gepflastert – die Steine sind weg. Jetzt muss erst einmal Bitumen her.

Neuss. Viel fehlt nicht mehr. Gerade mal 80 Quadratmeter zwischen den Gleisen sind am Hauptstraßenzug noch zu pflastern, ein eher kleines Stück zwischen Rathaus und Peter-Wilhelm-Kallen-Straße. Daraus wird aber vorerst nichts. Die Steine sind weg. "Gestohlen", musste Bürgermeister Herbert Napp am Montag erklären.

Es sind diese ganz besonderen Steine, die zum "Rheinfeder-Oberbau" benötigt werden. Sie kommen eigens aus China, sind zertifiziert und damit zumindest auf dem Papier nicht von Kindern abgebaut, und waren an der Memelstraße am Hafen gelagert.

Jetzt lagern sie an anderer Stelle. 20 Tonnen hat ein unbekannter Steine-Freund abtransportiert. "Das wird eine schöne große Einfahrt", mutmaßt Christian Hoppe, Polier der Firma Wittfeld, der gestern am Büchel gerade mal noch zwei Steine vorzeigen kann.

Die Folgen sind fatal. Ein letztes Stück der Pflasterung fehlte noch. Ab Höhe Kallen-Straße wird in Richtung Zollstraße ohnehin geteert

("Dresdener Oberbau"). Damit der Hauptstraßenzug planmäßig fertiggestellt werden kann, kommt jetzt Bitumen auf die Fläche - nicht schön, aber zweckmäßig.

"Eine Übergangslösung", beteuert Bürgermeister Napp. Denn man will durchaus neue Steine aus China bestellen. Wann die in Neuss sein werden, ist ungewiss. Wann genau die schönen Pflastersteine gestohlen wurden, ist ebenfalls nicht ganz klar. Zu Jahresbeginn habe man gezählt, da war noch die komplette Menge am Lager, hieß es gestern auf der Baustelle. Bei der Polizei jedenfalls wurde der Diebstahl am Freitag angezeigt.

Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher nimmt die neue Baustellennachricht gelassen. "Ab 6.April fährt die Linie 709 wieder nach regulärem Fahrplan, es bleibt dabei", sagt Schumacher. Wenn danach dann irgendwann neue China-Steine bereitstehen, werde man für die sicherlich kurze Pflasterungszeit eine annehmbare Lösung finden.

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