4000 Euro benötigt der TSC, um ein neues Riff zu finanzieren. Es soll die Biologie des Baggersees verbessern.

Umwelt

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Kaarst. Der Kaarster See ist Tummelplatz für Taucher, Surfer und Segler. Der Tauch Sport Club der Stadt hat vor zwei Jahren ein Umweltprojekt gegründet, um die Biologie des Gewässers zu verbessern. Nun braucht er 4000 Euro, um einen neues Riff im See zu versenken. „Vor fünf, sechs Jahre sah der See noch anders aus, er hatte viele Algen und zu wenige Lebewesen, die das Wasser rein halten“, erklärt TSC-Vorsitzender Volker Pieper.

Seit zwei Jahren stabilisiert der Club den See mit Riffen und Totholz

Das Problem war, dass Baggerseen steile Ufer haben und sehr tief sind. Mit der Zeit haben zuviele Nährstoffe wie Laub oder Enten- und Fischfutter das Algenwachstum gefördert und die Pflanzen das Wasser getrübt. Durch das wenige Licht konnte sich die Natur nicht selbst regenerieren. Um dem See eine bessere Struktur zu verleihen, damit er sich selbst reinigen kann, hat der Tauchclub begonnen, künstliche Riffe im See zu versenken.

Dafür nutzte der Verein Betonröhren, um für die Fische eine Rückzugsmöglichkeit zu schaffen, damit sich Muscheln sowie andere Lebewesen ansetzen können. Diese sollen das Wasser im See stabil halten und den Fischen als Nahrung dienen. „Auch die Strömungen verändern sich durch die Riffe, sodass sich Wasserpflanzen rund um die Riffe angesiedelt haben. Vorher hatten wir so gut wie keine. Diese Auswirkung war uns gar nicht bewusst, als wir die Röhren versenkt haben“, sagt Pieper.

Im See liegen jetzt fünf kleine und fünf große Riffe. Sie sind zwischen 2,50 und sieben  Meter hoch gebaut. „Die Muscheln vermehren sich sehr schnell und filtern das Wasser, dadurch wird es klarer und alle Lebewesen profitieren von dem besseren Lichteinfall“, erklärt er. Nun will der Club gerne ein neues Riff versenken, dafür hofft er auf Spenden. Vor allem aus dem Erlös des 24-Stunden-Schwimmens in Büttgen (s. Kasten).

Durch das Umweltprojekt gibt es weniger Algen

Eine weitere Maßnahme des Umweltprojektes war es, Holz zu versenken, um den Jungfischen einen Lebensraum zu bieten. Die Mitglieder nutzten dazu sowohl Äste von den Bäumen als auch Weihnachtsbäume. Damit sollte den Fischen beim Ablaichen geholfen werden. Die Wasserstabilität ist gut für die Umwelt und alle Nutzer des Sees. Die Taucher haben allerdings noch ein besonderes Interesse an den vielen Lebewesen. „Wir wollen in Gewässern tauchen, in denen das Wasser klar ist. Je mehr Lebewesen, desto mehr haben wir zum Schauen“, sagt Pieper.

 

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