Die Gruppe Sonare ist am Samstag in Knechtsteden zu erleben.

Neuss. Jeder der Musiker verfügt über reichlich Konzerterfahrung, aber gemeinsam treten sie nun das erste Mal in einem richtigen Ensemble auf. „Sonare“ ist sein Name, gegründet wurde es in Neuss und das erste Mal tritt es nun in Erscheinung, wenn der Münsterchor am heutigen Samstag in der Klosterbasilika Knechtsteden das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach (Kanaten vier bis sechs) aufführt.

Musiker sind versiert und bestens ausgebildet

Chorchef Joachim Neugart gehört zu den Gründungsmitgliedern von Sonare. „Zum Ensemble gehören die Geigerin Eva Brockmann, die Cellistin Anna Stuart, der Bratschist Martin Börner, die Oboistin Stefanie Sassenrath und der Kontrabassist Johannes Neugart“, sagt er. Die Namensgleichheit mit dem Kontrabassspieler ist kein Zufall: Johannes Neugart ist sein Bruder.

Aber auch wenn gerade diese Namen fallen, die viele Klassikfreunde aus Konzerten etwa des Neusser Kammerorchesters kennen – Neugart legt großen Wert darauf, dass alle anderen Musiker, die Sonare ausmachen werden, ebenfalls versierte und bestausgebildete Instrumentalisten „aus der rheinischen Musiklandschaft“ sind. Der einzige Unterschied, so sagt er, sei der Umstand, dass die Genannten die Musik auch zum Beruf haben. Sonare versteht sich als Barock-Ensemble, spielt zwar nicht auf historischen Instrumenten, aber hält sich an die Musik aus der Zeit. „Bach ist die Achse“, erklärt Neugart.

Der Auftritt in Knechtsteden markiert dabei den Anfang, im Dezember wird Sonare das traditionelle Weihnachtskonzert der Freunde und Förderer von Schloss Dyck bestreiten. Bis dahin, kündigt Neugart an, wird auch die Bildung von Cantus Neuss abgeschlossen sein, ein Ensemble für den Gesang: Auf dem Programm stehen auch Chorwerke, die mal als Solopartien gedacht gewesen seien, erzählt er weiter: „Das können virtuose Bachkanten ebenso wie Auszüge aus Oratorien sein.“

Bei beiden Ensembles fungiert Neugart als Leiter

Der Münsterkantor, der in der Regel bei Chören als Dirigent, ansonsten als Organist fungiert, spielt bei den Konzerten von Sonare (und dann auch Cantus Neuss) das Cembalo. Und leitet. „Das ist für mich vielleicht neu“, sagt er, „für die Barockzeit nicht unüblich.“ Das Konzert in der Basilika Knechtsteden beginnt am Samstag um 18 Uhr. Karten sind in der Tourist-Info Büchel erhältlich. hbm

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