Trotz Skepsis bei einigen Vereinen kamen wieder viele Besucher. Die äußerten sich überwiegend positiv.

Trotz Skepsis bei einigen Vereinen kamen wieder viele Besucher. Die äußerten sich überwiegend positiv.
Die Besucher des Bürgerfrühschoppens begrüßten die Sternsinger mit Applaus.

Die Besucher des Bürgerfrühschoppens begrüßten die Sternsinger mit Applaus.

Anja Tinter

Die Besucher des Bürgerfrühschoppens begrüßten die Sternsinger mit Applaus.

Kaarst. Experiment geglückt: Der erste Bürgerfrühschoppen unter der Zuständigkeit von Dieter Güsgen war zunächst bei einigen Vereinen auf Skepsis beziehungsweise Ablehnung gestoßen. Aber die Veranstaltung war trotz des geänderten Konzepts ohne die gewohnten Stellwände sehr gut besucht. Die Besucher äußerten sich überwiegend positiv und Vereine, die diesmal nicht dabei waren, überlegen, im nächsten Jahr trotz der eingeschränkten Präsentationsmöglichkeiten wieder mit dabei zu sein.

„Uns gefällt es hier sehr gut.“

Birgit Geißler, Geschäftführerin „Förderverein Haus der Lebenshilfe Vorst“

Im Eingangsbereich des Forums lockte ausgerechnet der Stadtsportverband mit leckeren Pralinen. Sportwartin Iris Compes verlieh den brauen Kalorienbomben ein paar Farbtupfer in Form von Schokokugeln, die weiß-rot wie kleine Fußbälle verpackt waren. Dort, wo man sonst seine Eintrittskarte vorzeigen muss, stand ein zufriedener Michael Börgers. Der Vorsitzende der Sportfreunde Vorst, dessen Verein vor einem Jahr ein neues Vereinsheim und einen neuen Kunstrasenplatz bekommen hatte, war happy: „Die Sportanlage ist ein Schmuckstück und die Zahl der Mitglieder ist im vergangenen Jahr um 30 Prozent gestiegen.“

Vergleichsweise nüchtern war dagegen die Atmosphäre im Bistro „Chez Madeleine“ vom Partnerschaftsverein. Der Vorsitzende Peter Handrock schenkte genau dort Wein aus, wo sonst Kleinkunstfreunde in der Pause ihr Baguette kaufen können. „Uns gefällt es hier sehr gut“, sagte Birgit Geißler, Geschäftsführerin vom „Förderverein Haus der Lebenshilfe Vorst“. Einige Mitglieder des neu gegründeten Seniorenbeirates der Stadt lockten mit Plätzchen. Vor der Eingangstür des Albert-Einstein-Forums stand die grüne „Radkutsche“ von Heinrich Hannen. Die Botschaft auf dem Banner des grünen Reklamemobils: „Kein Konverter in Kaarst!“

Ihre Premiere beim Frühschoppen hatten Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus und die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart. Als Themen für 2016 nannte die Bürgermeisterin unter anderem den Frischemarkt in Büttgen, das Jugendzentrum in Vorst sowie das Thema Flüchtlinge: „Es wird uns nach 2015 auch dieses Jahr stark beschäftigen“, sagte Ulrike Nienhaus und bedankte sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen.

Es gab zwei große Unterhaltungsblöcke: Da kamen zuerst die Sternsinger, die für Kinder in Bolivien sammeln. Später traten die Garden der 1. Kaarster Narrengarde Blau-Gold auf. Der Bürgerfrühschoppen beendet die Weihnachts- und Neujahrsstarre und ganz in diesem Sinne machten viele Vereine und Institutionen deutlich, dass in Kaarst auch 2016 wieder viel geboten wird.

Vorausblick auf in diesem Jahr geplante Veranstaltungen

Christoph Claßen von der VHS Kaarst-Korschenbroich kündigte im Rahmen der Reihe „Dialog Zukunft“ für den 15. März den Besuch von Marianne Birthler an, die nach Joachim Gauck die Stasi-Unterlagen-Behörde geleitet hatte. Am 13. und 14. Februar wird es im Albert-Einstein-Forum wieder eine Modellbahnausstellung geben. Konny Wilms hatte fünf Flüchtlinge aus Pakistan im Schlepptau, die in der Turnhalle Halestraße leben. Die Sparkasse Neuss verschenkte kleine Glücksbringer aus Marzipan. Keine Frage: Am Freitag deutete vieles darauf hin, dass 2016 für die Kaarster ein gutes Jahr wird.

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