Unterricht in Diedrich-Uhlhorn-Realschule konnte aber wie geplant stattfinden.

Unterricht in Diedrich-Uhlhorn-Realschule konnte aber wie geplant stattfinden.
Zusätzliche Spezialanzüge mussten geordert werden.

Zusätzliche Spezialanzüge mussten geordert werden.

D. Staniek

Zusätzliche Spezialanzüge mussten geordert werden.

Grevenbroich. Das Lehrschwimmbad an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule bleibt nach dem Feuerwehr-Großeinsatz bis auf weiteres gesperrt. Der Betrieb in der Schule konnte aber weiterlaufen. Die Suche nach der Ursache für den Einsatz läuft.

Am Samstag waren 75 Feuerwehrleute angerückt. Im Keller des Bades entdeckten und beseitigten sie eine ätzende Flüssigkeit. „Eine Fachfirma kommt heute heraus und soll unter anderem überprüfen, ob die Einrichtungen im Technikkeller und die Chlorgasanlage technisch einwandfrei sind “, erklärte gestern Michael Wolff von der Feuerwehr.

Die Feuerwehr beseitigte 200 bis 300 Liter des ätzenden Gemischs

Zudem soll geklärt werden, wieso die Chemikalienwarnlage ausgelöst hat. Dabei hatte auch die Sprinkleranlage im Raum, in dem Chlorgas lagerte, ausgelöst. „Der Wassernebel soll austretendes Chlorgas niederschlagen“, erläuterte Wolff. Messungen hatten aber ergeben, dass dort gar keine giftigen Substanzen frei geworden waren. Das eigentliche Problem befand sich eine Etage tiefer. Dort waren die Feuerwehrleute auf eine rund 50 Quadratmeter große Lache mit einer hochätzenden Flüssigkeit gestoßen.

„Das Wasser aus den Sprinkleranlagen hat sich den Weg ins darunter liegende Technikgeschoss gesucht“, sagte Wolff. Dort soll das Wasser über Rohrleitungen in Kanister mit Schwefelsäure eingedrungen sein. Diese Säure wird normalerweise in sehr geringer Konzentration dem Wasser im Schwimmbecken beigemischt, um den pH-Wert konstant zu halten. Nun aber mischte es sich in erheblich größerer Konzentration mit dem eingedrungenen Wasser aus den Sprinklern. 200 bis 300 Liter des ätzenden Gemischs mussten beseitigt werden.

Bei dem langwierigen Einsatz musste die Grevenbroicher Feuerwehr zusätzlich zu den vorhandenen zwölf Spezial-Schutzanzügen weitere von den Wehren in Neuss und Dormagen anfordern. „Die Feuerwehrleute können unter Atemschutz jeweils nur 20 Minuten arbeiten. Die Anzüge dürfen nur einmal getragen und müssen dann speziell gereinigt werden“, erkläret Wolff.

Wann das Lehrbad an der Realschule wieder genutzt werden kann, konnte die Stadt gestern noch nicht mitteilen.

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