Am kommenden Wochenende findet das Treffen Eurotrack statt.

Am kommenden Wochenende findet das Treffen Eurotrack statt.
Reiner van der Logt, Heinrich Hütz, Walter Haman und Jürgen Schröder (v.l.) freuen sich auf das Treffen.

Reiner van der Logt, Heinrich Hütz, Walter Haman und Jürgen Schröder (v.l.) freuen sich auf das Treffen.

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Reiner van der Logt, Heinrich Hütz, Walter Haman und Jürgen Schröder (v.l.) freuen sich auf das Treffen.

Kaarst. Der europäische Gedanke lebt unverändert fort – zumindest bei den Modellbahnfreunden. Ganz in diesem Sinne organisiert die Interessengemeinschaft Modellbahn Kaarst (IGM) das europäische Modellbahntreffen Eurotrack 2017. Es findet am 10. und 11. Juni im Sportforum statt, erwartet werden Gäste aus sieben europäischen Ländern – auch Großbritannien wird dabei sein.

„Wir können Europa“, sagt der Vorsitzende Reiner van der Logt (77). Das wird im Rahmen der Modellbahnausstellung unübersehbar sein. Und so hat es Symbolkraft, dass alle teilnehmenden Vereine Module zur Verfügung stellen, die so unterschiedlich sind wie die Länder selbst. Aber sie können problemlos miteinander verbunden werden zu einem großen Ganzen.

Der Kaarster Verein gehört seit 1992 dem Zusammenschluss „Eurotrack“ an. Zum zweiten Mal nach 20 Jahren werden sich die europäischen Modellbahnfreunde jetzt in Deutschland treffen. Dafür wurde zum Beispiel ein mehrfarbiger Plan erarbeitet, aus dem hervorgeht, wie die über 100 Meter lange Gemeinschaftsanlage aufgebaut werden soll.

Auf dem Treffen wird es dreisprachig zugehen

Auf dem Event wird es dreisprachig zugehen, ein wenig Probleme haben die Gastgeber damit, jemanden zu finden, der Französisch spricht. Aber darüber machen sie sich keine allzu großen Gedanken: Sie gehen davon aus, dass einige der französischen Gäste auch Deutsch beziehungsweise Englisch können. Auch gilt es, die unterschiedlichen technischen Standards zu harmonisieren. So wird die Gesamtstrecke analog betrieben werden, der Hafenbetrieb der Gastgeber bleibt eine „digitale Insel“.

Erwartet werden Gäste unter anderem aus Wien, vom Plattensee in Ungarn, aus Southampton und aus dem französischen Meaux. Insgesamt werden zwölf Vereine Teile ihrer Modellbahnanlage präsentieren. Heinrich Hütz (59) ist vor allem wichtig, dass die Ausstellung „uneingeschränkt für Besucher zugänglich“ ist. Die Eintrittsgelder werden unter anderem in die Verpflegung der Aussteller investiert.

Der Kaarster Verein plant aber schon weitere Aktivitäten. So geht es zum Eisenbahntestgelände von Siemens in der Nähe von Heinsberg, zum Braunkohletagebau nach Hambach, in Wuppertal werden die Modellbahnfreaks mit einem Sonderzug der Schwebebahn fahren und Düsseldorf inklusive Altstadt steht auch auf dem Programm.

Das jüngste Vereinsmitglied, der 12-jährige Maximilian Simeth, hat vor, die Modellbahnanlage mit einer Drohne zu überfliegen, wenn sich keine Besucher in der Halle aufhalten und sie zu filmen.

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