Anlieger hörten die Hilferufe eines 55-jährigen Mannes.

Einsatz
Mit diesem Aufsitzmäher stürzte der Mann in die Erft. Er war unter dem Gerät eingeklemmt und drohte zu ertrinken.

Mit diesem Aufsitzmäher stürzte der Mann in die Erft. Er war unter dem Gerät eingeklemmt und drohte zu ertrinken.

D. Staniek

Mit diesem Aufsitzmäher stürzte der Mann in die Erft. Er war unter dem Gerät eingeklemmt und drohte zu ertrinken.

Wevelinghoven. Ein 55 Jahre alter Wevelinghovener konnte gestern aus der Erft in der Nähe der Kottmann-Mühle gerettet werden. Der Mann war mit einem Rasenmäher-Traktor in den Fluss gefallen und unter dem schweren Gerät eingeklemmt worden. Er konnte seinen Kopf aber über Wasser halten und um Hilfe rufen. Nach etwa 30 Minuten wurde der Mann entkräftet aus der Erft geborgen. Mit dem Verdacht auf Unterkühlung wurde er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Anlieger waren kurz nach 12 Uhr auf die Hilfeschreie aufmerksam geworden und hatten die Feuerwehr informiert. Da die Rufe offensichtlich aus Richtung Mühleninsel kamen, wurde gleichzeitig auch Müller Wolfgang Kottmann verständigt, der sich mit einigen Angestellten sofort auf die Suche begab – und gleich fündig wurde. „Einer meiner Mitarbeiter war mit einem Aufsitzmäher ins Wasser gefallen, das schwere Gerät lag auf ihm“, schildert er: „Zum Glück konnte er seinen Kopf über Wasser halten, sonst wäre er ertrunken.“

Da der 55-Jährige an der etwas abgelegenen Stelle schon circa eine halbe Stunde lang im Wasser lag, war schnelle Hilfe vonnöten. Kottmann und seine Männer rannten zu einem Traktor, der zufällig auf der Mühleninsel stand, warfen ihn an und zogen mit Hilfe des Schleppers den schweren Mäher aus dem Wasser. Der Verunglückte konnte sich selbstständig wieder ans Ufer begeben. „Zum Glück hat er alles gut überstanden und sich nur ein paar kleinere Quetschungen am Fuß zugezogen“, sagt Kottmann.

Die Löschzüge aus Wevelinghoven und Stadtmitte waren gut zwei Stunden im Einsatz, um ausgelaufene Kraftstoffe mit Ölbindemitteln aus der Erft zu entfernen. Umweltschäden seien aber nicht entstanden, hieß es am Nachmittag.

Wie sich der Arbeitsunfall ereignete, stand gestern nicht fest, die Ermittlungen liefen noch. Wolfgang Kottmann vermutet, dass der Rasenmäher-Traktor der Erft zu nahe kam und dort über einen Kaninchenbau fuhr, der einstürzte und das Gerät in Schieflage brachte, so dass es ins Wasser stürzte. Nach Auskunft der Kreispolizei hat sich der 55-Jährige keine Verletzungen bei dem Unfall zugezogen.

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