Am Mittwoch öffnete zum vierten Mal die Mittelstandsmesse „b2d“ in Kaarst ihre Pforten.

Kaarst. Man mag das Wort schon fast nicht mehr hören: Wirtschaftskrise. Umso bemerkenswerter ist es, dass trotz der wirtschaftlich eher tristen Situation gestern zum nunmehr vierten Mal die Mittelstandsmesse "b2d" im Sportforum Kaarst-Büttgen ihre Türen öffnete. Veranstalter Ulf Hofes ist es gelungen, insgesamt 124 Aussteller bis einschließlich heute nach Kaarst zu holen - das ist neuer Aussteller-Rekord im Sportforum.

Profil zeigen und Kontakte zu anderen Firmen herstellen

Bei der gestrigen Eröffnung versprühte Bürgermeister Franz-Josef Moormann vor allem eines: Optimismus. "Erst vergangene Woche hatten wir hier eine erstklassige Radsportveranstaltung, heute machen wir erstklassige Wirtschaftspolitik." Weil bei der "b2d" (Abkürzung für "Business to Dialog") in erster Linie die Unternehmen von der Anwesenheit anderer Unternehmen profitieren sollen, ermutigt Moormann zum Austausch:

"Bleiben Sie nicht am eigenen Stand, gehen Sie zu den Nachbarn!" Und so bietet die "b2d" Vertretern der mittelständischen Unternehmen nicht nur die Möglichkeit der puren Selbstdarstellung, sondern auch die, geschäftsfördernde Kontakte zu anderen Firmen zu knüpfen.

Eine, die in Kaarst mit Sicherheit fündig wird, ist Sandra Wüstermann von der privaten Europäischen Fachhochschule, die im Oktober eine Dependance in Neuss eröffnen wird.

"Da wir eine sehr praxisbezogene Ausbildung haben, suchen wir immer Unternehmen als Kooperationspartner." Dieter Güsgen von der Wirtschaftsförderung Kaarst erinnert sich: "In den ersten beiden Jahren waren fast ausschließlich Unternehmen aus der näheren Umgebung hier. Heute kommen sie auch von etwas weiter her."

Auf der Suche nach neuen Kunden

Aus Bergheim ist das Unternehmen "Sixt Fördertechnik" gekommen. "Wir vertreiben und vermieten Maschinen wie Gabelstapler oder Arbeitsbühnen", erklärt Ferdinand Schallenberg, Geschäftsführer des 200 Mitarbeiter starken Unternehmens.

Doch im Grunde braucht er das nicht zu erläutern, hat er doch eben solch schweres Gerät eindrucksvoll neben seinem Stand nahe der Hauptbühne postiert. "Früher waren wir oft auf Fachmessen, wie der "Stapler Spezial". Da ist aber die Konzentration von gleichen Fachunternehmen zu dicht gewesen", sagt er.

Auch ihm geht es - daraus macht er keinen Hehl - vor allem darum, Kunden zu gewinnen: "Umzüge, Lagerarbeiten - solche Sachen stehen bei fast allen Unternehmen mal an. Deswegen können wir auch für fast alle Firmen hier etwas tun." Aber auch die andere Seite lässt er nicht außer Acht: "Wir beschäftigen auch Unternehmen - angefangen von Medienagenturen für Visitenkarten bis hin zur umfangreichen Werbung."

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