Rund 15 Aussteller präsentierten sich am Sonntag auf dem Immobilientag im Rheinischen Landestheater.

Neuss. Die einen wollen raus ins Grüne, die anderen zurück in die Stadt. Das ist der Trend, den Johannes Bongers von Bongers Immobilien auf den Immobilientagen im Rheinischen Landestheater beobachtet: "Jüngere Familien erkundigen sich nach Eigentum am Stadtrand."

Senioren dagegen spielten mit dem Gedanken, ihr Haus zu verkaufen und zurück in die City zu ziehen. Passendes anzubieten sei da nicht immer leicht. Die Angebote seien rar, die Ansprüche hoch. "Quadratmeter aufgeben möchten die meisten nicht." Hinzu komme, dass Interessenten in der Entscheidungsfindung zurückhaltender seien als noch vor einigen Jahren - trotz niedriger Zinsen. Einigen Besucher der Messe konnte Bongers dennoch helfen.

Aussteller mit Angeboten in allen Preisklassen

Rund 15 Aussteller hatten am Sonntag ihre Stände aufgebaut. Unter ihnen auch Petra Laufenberg von Laufenberg Immobilien. "Der Zulauf ist groß. Ich bin angenehm überrascht", sagt sie. "Und es bleibt immer noch genug Zeit, die Kunden zu informieren."

Laufenberg hat Angebote in allen Preisklassen mit auf die Messe gebracht. Darunter ein Reihenhaus in Derikum, das für 160.000 Euro zu haben ist - ebenso architektonisch Anspruchsvolles von Meinolf Stelte, Kosten: mehr als 300.000 Euro. Das ist dann doch ein wenig zu viel für Besucher Lukas Lukosz. Der 31-Jährige ist aus Düsseldorf angereist und gehört zu eben jener Kundschaft, die die Stadt verlassen möchte. "Ich suche etwas am Stadtrand oder in der Umgebung zu einem vernünftigen Preis", sagt er.

Fündig geworden ist er bereits. Ihm haben es die Vista-Reihenhäuser angetan. "Ich halte das für ein gutes Produkt." Anders Erwin und Rosemarie Richter, 69 und 66Jahre alt. Beide leben seit 30Jahren im eigenen Häuschen in Neuss. Jetzt soll es zurück in die Heimat gehen - nach Bremen. Auf den Immobilientagen wollen sie sich informieren, was ihr Haus auf dem Markt bringen könnte, nehmen trotzdem auch die Eigentumswohnungen in der Neusser Innenstadt in Augenschein. "Die sind schick", findet die Ehefrau. "Aber an unserem Entschluss ändert das nichts."

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