Drei zusätzliche Außendienst-Mitarbeiter sollen künftig Präsenz zeigen und das Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen.

Die zusätzlichen Mitarbeiter sollen in allen Stadtteilen unterwegs sein.
Die zusätzlichen Mitarbeiter sollen in allen Stadtteilen unterwegs sein.

Die zusätzlichen Mitarbeiter sollen in allen Stadtteilen unterwegs sein.

Lothar Berns

Die zusätzlichen Mitarbeiter sollen in allen Stadtteilen unterwegs sein.

Grevenbroich. Die Stadt Grevenbroich hat ihr Ordnungsamt aufgestockt. Drei zusätzliche Außendienst-Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass sich die Grevenbroicher sicherer fühlen. „Viele Bürger nehmen ganz subjektiv ein Unsicherheitsgefühl wahr“, sagt Fachbereichsleiter Udo Robling. Die Menschen seien sensibler geworden, die Anzahl der Ordnungsverstöße sei entgegen dieses Unsicherheitsgefühls jedoch nicht gestiegen. Die neuen Mitarbeiter, die gerade ihre dreijährige Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten mit dem Schwerpunkt Öffentliche Ordnung abgeschlossen haben, sollen jetzt Präsenz zeigen – und zwar in allen Stadtteilen.

Einige Verstöße wurden wegen Personalmangels weniger beachtet

Mit ihrem Einsatz will sich das Ordnungsamt jetzt auch der Verstöße annehmen, die in den vergangenen Jahren wegen Personalmangels weniger beachtet wurden. Fachbereichsleiter Robling nennt ein Beispiel: „Einzelhändler sind dazu verpflichtet, in ihren Schaufenstern Preise zu den Dingen anzugeben, die dort ausgestellt werden. Einige Händler halten sich nicht daran.“ Außerdem gebe es seit einiger Zeit Ärger im Stadtteil Elsen, wo Falschparker bei ihrem abendlichen Gaststätten-Besuch den Verkehr behinderten. Auch dort sollen die neuen Kräfte des Ordnungs- und Servicedienstes aktiv werden. Zumindest unterstützend, denn: Für die Kontrolle des „ruhenden und fließenden Verkehrs“, wie es im Fachjargon heißt, sind eigentlich andere Ordnungsamtsmitarbeiter zuständig. Knöllchen verteilen und Temposünder blitzen gehört daher für sie nicht zum Berufsalltag.

Durch flexible Arbeitszeiten (39 Stunden pro Woche) sollen „die Neuen“ künftig auch abends unterwegs sein. „Wir haben gemeinsam mit der Polizei in den Sommerferien schon Kontrollen im Stadtpark durchgeführt“, berichtet einer der neuen Ordnungshüter. Die Kontrollen seien friedlich verlaufen, grundsätzlich sei in dem Job aber ein „dicker Pelz“ gefragt. Deeskalation lautet die Devise – auch dann, wenn ein wütender Bürger mal ausfallend wird. Bei Schützenfesten wie zuletzt in der Stadtmitte und in Wevelinghoven wird der Umgangston mit steigendem Alkoholkonsum rauer. Das kennen sie schon. „Dieses Jahr lief alles relativ human“, erzählt ein anderer Angestellter.

Die Ordnungshüter müssen fit bleiben

Gemeinsam haben die drei ihre Ausbildung in Grevenbroich mit einem sechsmonatigen Praktikum begonnen und dann drei Jahre lang gelernt, was ihre Aufgaben sind, was sie dürfen und was nicht. Interessant: Bis auf einige Ausnahmen – dazu zählt etwa das Tragen einer Schusswaffe – gilt für sie das Polizeigesetz. Das heißt konkret: Ordnungsamtsmitarbeiter sind dazu befugt, Personalien aufzunehmen, Menschen zu durchsuchen und gegebenenfalls Platzverweise zu erteilen. Und: Sie müssen fit bleiben. Daher steht für sie Dienstsport auf dem Plan, den sie bei der Feuerwehr Grevenbroich ausüben. „Wir haben jetzt zum zweiten Mal das Deutsche Sportabzeichen gemacht“, erzählen die Ordnungshüter, die aus Sicherheitsgründen immer mindestens zu zweit unterwegs sind.

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