Die Mittel aus dem Fördertopf „Gute Schule 2020“ sollen nicht nur in den Ausbau der digitalen Ausstattung von Schulen fließen, sondern auch für Sanierungen verwendet werden.

Die Mittel aus dem Fördertopf „Gute Schule 2020“ sollen nicht nur in den Ausbau der digitalen Ausstattung von Schulen fließen, sondern auch für Sanierungen verwendet werden.
In den Schulen gibt es einen Sanierungsstau von 15 Millionen Euro. Die Mittel aus „Gute Schule 2020“ könnten ein wenig Abhilfe schaffen. Archiv

In den Schulen gibt es einen Sanierungsstau von 15 Millionen Euro. Die Mittel aus „Gute Schule 2020“ könnten ein wenig Abhilfe schaffen. Archiv

Berns

In den Schulen gibt es einen Sanierungsstau von 15 Millionen Euro. Die Mittel aus „Gute Schule 2020“ könnten ein wenig Abhilfe schaffen. Archiv

Grevenbroich. Wenn es um notwendige Sanierungen im Stadtgebiet geht, ist immer schnell von der „blauen Liste“ die Rede, in der notwendige Sanierungsmaßnahmen verzeichnet sind.

Dirk Schwarz, Leiter des Gebäudemanagements, ist derjenige, der die blaue Liste fest im Blick hat und sie regelmäßig auf den neuesten Stand bringt für die Etatberatungen der Politik. Etwa zehn Seiten sei die Liste momentan lang und rund 200 Maßnahmen seien verzeichnet. „In der Liste stehen Maßnahmen, die bekannt, notwendig und bepreist sind“, erklärt er. Das reiche von kleineren Maßnahmen für wenige tausend Euro bis zu großen Sanierungen im sechsstelligen Bereich.

„Unsere Kunden sind die Bürger dieser Stadt.“

Dirk Schwarz, Leiter des Gebäudemanagements

Die blaue Liste ist ein internes Arbeitspapier und auch mit Priorisierungen versehen. Öffentlich machen, was bei den Prioritäten oben rangiert und welche Maßnahme noch länger dauern wird, möchte Schwarz nicht. Einige Entscheidungskriterien sind aber klar: Wenn die Heizung kaputt geht oder es durchs Dach regnet, hat das eine hohe Priorität und muss erledigt werden, auch beim Brandschutz muss sofort reagiert werden. Dadurch können andere Maßnahmen dann wieder nach hinten rücken. „Wir können nachvollziehbar und sachlich darlegen, wenn etwas anderes wichtiger ist“, sagt der Leiter des Gebäudemanagements. Nach seiner Erfahrung vertrauten die Leute darauf, dass es bei den Entscheidungen für Sanierungen gerecht zugehe. „Unsere Kunden sind die Bürger dieser Stadt“, betont Schwarz. Es gehe nicht danach, wer am lautesten auf sich aufmerksam mache, sondern danach, was notwendig sei.

In den vergangenen Jahren waren meist etwa 1,8 Millionen Euro im Etat für die Gebäude vorgesehen. Das Geld werde in geplante und in die ungeplante Bauunterhaltung gesteckt, erläutert Schwarz. Ungeplant sind Reparaturen wie ein kaputtes Fenster. Rund 3000 dieser kleineren Maßnahmen fielen jedes Jahr an, sagt der Leiter des Gebäudemanagements. Oft bleibe dann nicht viel für geplante Sanierungen übrig. Große Baumaßnahmen machten nur etwa zehn Prozent des Tagesgeschäftes aus, so Schwarz. In diesem Jahr stehen aber drei Millionen Euro im Etat bereit.

„Die Stadt muss entscheiden, wo sie die Mittel aus dem Fördertopf einsetzen will.“

Dirk Schwarz

Ein Teil davon soll in die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule investiert werden, unter anderem für den Brandschutz. Vielleicht kämen aus Mitteln von „Gute Schule 2020“ weitere Gelder für Sanierungen dort hinzu. Das hält auch Bürgermeister Klaus Krützen für nicht ausgeschlossen. Auf die Frage, wo er die Mittel aus dem Fördertopf einsetzen möchte, hält er sich bedeckt: „Darüber muss die Politik entscheiden.“ Klar ist bisher, dass 800.000 bis eine Million Euro in den Ausbau der Infrastruktur an den Schulen in Sachen Internet und Vernetzung fließen sollen. Ansonsten, so Krützen, habe die Verwaltung intern Vorschläge entwickelt, auch in die blaue Liste soll nochmals geschaut werden. Er selbst habe Sympathien dafür, die Fassaden von Schulen zu sanieren, etwa am Pascal-Gymnasium. Auch an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule und am Erasmus-Gymnasium könnte er sich entsprechende Maßnahmen vorstellen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer