Die Abteilungen für die Sterilgutversorgung werden ab 2018 in Dormagen zentralisiert.

Die Abteilungen für die Sterilgutversorgung werden ab 2018 in Dormagen zentralisiert.
Randolf Graumann und Sandra Müller zeigen Operationswerkzeuge im Krankenhaus in Grevenbroich.

Randolf Graumann und Sandra Müller zeigen Operationswerkzeuge im Krankenhaus in Grevenbroich.

Berns

Randolf Graumann und Sandra Müller zeigen Operationswerkzeuge im Krankenhaus in Grevenbroich.

Rhein-Kreis. Die Rhein-Kreis Neuss Kliniken investieren rund 4,8 Millionen Euro in eine neue Zentrale Sterilgutversorgung (ZSVA), die zum Beginn des nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen wird. Im Untergeschoss des Dormagener Krankenhauses werden dafür zurzeit etwa 800 Quadratmeter große Räume umgebaut. Künftig werden dort die gebrauchten Instrumente aus den Operationssälen beider Krankenhäuser wieder aufbereitet.

Zurzeit gibt es in den Kliniken jeweils eine Abteilung für die Sterilgutversorgung. Die Grevenbroicher wird zum Ende dieses Jahres aufgelöst, die dort tätigen Mitarbeiter werden künftig gemeinsam mit ihren Kollegen am Standort Dormagen beschäftigt sein. Momentan werden in den Abteilungen zwölf Frauen und Männer beschäftigt, in der neuen ZSVA sollen künftig 13 Mitarbeiter tätig sein. Ein zusätzlicher Arbeitsplatz wird geschaffen.

„In der Zukunft hätte es an den beiden Standorten einen erheblichen Investitionsbedarf bei der Sterilgutversorgung gegeben“, sagt Susanne Niemöhlmann, Sprecherin der Rhein-Kreis Neuss Kliniken. Vor diesem Hintergrund sei über eine Konzentration der Abteilungen an einer Stelle nachgedacht worden. „Was für Dormagen spricht, ist vor allem die räumliche Situation“, meint Niemöhlmann. Im Untergeschoss ständen 800 Quadratmeter zur Verfügung, die ursprünglich für die Bettenaufbereitung genutzt wurden, die aber vor einigen Jahren dezentral auf den einzelnen Etagen des Krankenhauses untergebracht wurde. Ein weiteres Plus für Dormagen: „Dort gibt es mehr Operationssäle – etwa für die Orthopädie und für die Gefäßchirurgie“, sagt Susanne Niemöhlmann.

Die Kreis-Kliniken investieren rund fünf Millionen Euro in das Projekt

Der Transfer der Instrumente von Grevenbroich nach Dormagen und wieder zurück soll mit dem Start der neuen Zentralen Sterilgutversorgung durch einen Spezial-Transporter gewährleistet werden. „Das temperierte Fahrzeug wird nach jedem Einsatz gereinigt und desinfiziert“, schildert Niemöhlmann. Sollte es auf der Strecke zu einem Unfall kommen, sei die Versorgung der Grevenbroicher Operationssäle mit allen Instrumenten – vom Skalpell bis hin zur Klemme – trotzdem jederzeit gewährleistet.

Die 4,8 Millionen Euro für die neue ZSVA werden laut der Rhein-Kreis Neuss Kliniken zum großen Teil mit Mitteln aus dem Kommunal-Investitionsfördergesetz finanziert. Hauptsächlich fließt das Geld in den Umbau der vorhandenen Räume im Dormagener Krankenhaus. „Das ist eine sehr aufwendige Arbeit“, berichtet Niemöhlmann. Unter anderem müsse die Gebäudetechnik – von der Elektrik bis zur Lüftungs- und Klimatechnik – grundlegend erneuert werden.

Einen Vorteil der Zentralisierung sehen die Rhein-Kreis Neuss Kliniken auch darin, dass die Reinigungs- und Desinfektionsgeräte nur einmal angeschafft werden müssen. In der neuen Zentralen Sterilgutversorgung wird auf modernste Technik gesetzt, die von morgens sechs bis abends um 22 Uhr im Einsatz ist und eine Zeitersparnis von etwa 20 Prozent bringen soll.

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