Die Besatzung eines Müllwagens bemerkte die eingebrochene Straßendecke zuerst.

Die Besatzung eines Müllwagens bemerkte die eingebrochene Straßendecke zuerst.
Zusammen waren die beiden Löcher in der Decke der Straße „Elsener Mühle“ etwa vier Quadratmeter groß.

Zusammen waren die beiden Löcher in der Decke der Straße „Elsener Mühle“ etwa vier Quadratmeter groß.

Dieter Staniek

Zusammen waren die beiden Löcher in der Decke der Straße „Elsener Mühle“ etwa vier Quadratmeter groß.

Grevenbroich. Erst gab es einen lauten Knall, dann gab die Erde nach: Wegen eines Wasserrohrbruchs ist auf der Straße „Elsener Mühle“, am ehemaligen Hotel „Zur Traube“ in der Grevenboicher Innenstadt, am Donnerstagmorgen, gegen 10 Uhr die Straßendecke eingebrochen. Winfred van Erdewyck und Christian Förster rangierten gerade rückwärts einen Müllwagen der EGN (Entsorgungsgesellschaft Niederrhein) aus der schmalen Stichstraße, als es hinter ihnen krachte. „Ich dachte erst, ich hätte irgendetwas am Wagen abgefahren“, so van Erdewyck, der an diesem Morgen hinterm Steuer saß. Beim Aussteigen entdeckten die Männer vor der Hausnummer zwei zwei zusammen circa vier Quadratmeter große Löcher im Asphalt. Sie alarmierten die Polizei, die Straße wurde umgehend abgesperrt, das Wasser entlang der „Elsener Mühle“ abgedreht. „So etwas habe ich noch nie erlebt, wir hatten riesiges Glück“, sagte der Fahrer. „Wären wir fünf km/h langsamer unterwegs gewesen oder wäre das beim vorwärts Reinfahren passiert, hätten wir mit dem Wagen in dem Loch gehangen. Ich vermute, dass ich mit dem Hinterrad gerade noch über den Rand gerutscht bin.“

Acht Hausanschlüsse von der Wassersperre betroffen

Acht Hausanschlüsse waren am Donnerstag von der Wassersperre betroffen. Zur Notversorgung schickte das Gas- und Wasserwerk Grevenbroich (GWG) einen 1000 Liter fassenden Wasserwagen. „Unsere Mitarbeiter arbeiten unter Hochdruck daran, den Schaden bis spätestens Freitagmorgen zu beheben, ein Tiefbauer ist vor Ort, um das Rohr freizulegen“, sagte GWG-Sprecherin Ursula Wolf-Reisdorf am Donnerstagmittag. „Trotzdem müssen wir erst einmal die Ursache finden. Da können wir derzeit nur Vermutungen anstellen: Möglicherweise ist der Kanal kaputt, sonst wäre nicht eine so große Fläche eingebrochen.“ Wasserrohrbrüche mit Unterspülungen der Straße hat es in Grevenbroich zuletzt im vergangenen Frühjahr in Orken und 2013 in Kapellen gegeben.

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