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Viermal die Woche drückten die „Kompass D“-Teilnehmer auch abends die Schulbank.

Viermal die Woche drückten die „Kompass D“-Teilnehmer auch abends die Schulbank.

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Viermal die Woche drückten die „Kompass D“-Teilnehmer auch abends die Schulbank.

Neuss. „Das Ziel des Projektes ,Kompass D’ ist es, den Teilnehmern den Einstieg in die Arbeitswelt in Deutschland zu ermöglichen und sie ,ausbildungstauglich’ zu machen. Sie sollen Interesse an ihrer neuen Heimat entwickeln. Das vermitteln wir, indem wir ihnen zeigen, was Deutschland überhaupt ausmacht und was man hier so erleben kann“, erklärt Johann-Andreas Werhahn, Verantwortlicher für das Projekt, vor der Verleihung der Zertifikate im Neusser Rathaus.

Viermal die Woche – nach der Schule – findet der Unterricht statt und wird von sogenannten Lotsen geleitet. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit den jungen Menschen zu arbeiten und ihre Fortschritte mitzuerleben. Die, die das Programm wirklich durchhalten, haben verstanden, worum es uns geht und dass es ihnen helfen wird“, erklärt Sascha Jäckel, der als Lotse im Projekt mitwirkt.

Raeda Barkisch wurde als beste Teilnehmerin ausgezeichnet

Ein Paradebeispiel für die Wirksamkeit des Projektes ist Raeda Barkisch, die zudem als beste „Kompass D“-Teilnehmerin des Standortes Dormagen ausgezeichnet wurde. „Sie haben uns Themen nah gebracht, die im Schulunterricht nicht behandelt werden, zum Beispiel die deutsche Kultur, so haben wir besser erfahren, warum manche Dinge in Deutschland so sind, wie sie sind. Manche Ausflüge zu Unternehmen waren auch sehr interessant. Der zusätzliche Deutschunterricht war dazu noch sehr hilfreich“, erklärt die junge Frau. Sie beherrscht die deutsche Sprache fließend, und das nach nur zweieinhalb Jahren in Deutschland. „Ich besuche gerade die neunte Klasse, mache also gerade den Hauptschulabschluss, danach möchte ich aber unbedingt weiter machen und das Abitur schaffen, das hätte schon sprachlich ohne Kompass D nicht geklappt“, betont sie begeistert.

Die Verleihung des Zertifikats ist der Abschluss eines Jahres, indem die Teilnehmer auf bis 18 Uhr die Schulbank drücken mussten. Für diejenigen, die durchgehalten haben, eine Art Türöffner. Einige haben durch das Projekt und Kooperationen zu Unternehmen eine Ausbildungsstelle gefunden oder sich dazu entschlossen, die Schule fortzusetzen.

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