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Ulla Dahmen, Westdeutsche Zeitung

Ulla Dahmen, Westdeutsche Zeitung

Ulla Dahmen, Westdeutsche Zeitung

Neuss. Klingt das nicht gut? Täglich Obst für jeden Grundschüler, halb zahlt die EU, halb das Land. Das klingt nicht nur gut, das ist gut. Wäre gut.

Denn die Vorstellung, da liefere ein sorgsam ausgewählter Händler oder besser noch Produzent jeden Morgen Kisten mit Äpfeln, Birnen und Möhren, die dann - gewaschen natürlich - in der Pause ganz schlicht verteilt würden, ist hoffnungslos naiv. Da ist die Bürokratie vor. Dem stehen Bestimmungen entgegen, die sich sicherlich bis ins kleinste Detail begründen lassen.

Qualitätskontrolle. Dokumentation. Lagerung nicht direkt auf dem Boden, aber in einem Raum mit geeignetem Boden, also kein Teppich, weil schwer sauber zu halten. Reinigung in "ausschließlich dazu bestimmten Waschbecken". Und bei der Zubereitung bitte: auf das Tragen von Ringen und Schmuck verzichten. Und so weiter. Da reicht an der Schule eine kleine Sonderkommission, und schon sind alle Bedingungen erfüllt, einschließlich einer Fachkraft, die die Begrenzung auf 100 Gramm pro Tag und Kind garantiert.

Nur eins ist einfach: Obst gibt’s nur für Kinder, "die regelmäßig eine Schule besuchen". Ja dann...

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