Nach Ratsbeschluss von Dezember sind drei Flächen im Grundsatz festgelegt.

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Steht jetzt die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen bevor?

Steht jetzt die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen bevor?

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Steht jetzt die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen bevor?

Neuss. Kommt Bewegung in die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen? Das kontrovers diskutierte Thema beschäftigt derzeit die CDU-Fraktion. Hintergrund ist ein Beschluss des Stadtrates vom 14. Dezember: Einstimmig votierten die Stadtverordneten laut Niederschrift der Sitzung dafür, die Ergebnisse des „gesamträumlichen Planungskonzeptes“ für Konzentrationsflächen in das Verfahren zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans einfließen zu lassen. Nun wird überlegt, das auf den aktuellen Flächennutzungsplan vorzuziehen.

Hinter der bürokratisch-korrekten Formulierung stehen drei von einem Gutachter benannte Flächen, auf denen Windräder zugelassen würden. Gleichzeitig könnte das übrige Stadtgebiet von diesen Anlagen freigehalten werden. Eine „Schutzzone“ für das komplette Stadtgebiet lässt das Gesetz nicht zu.

Umgekehrt sind bei einem Verzicht auf diese Konzentrationsflächen Bauanfragen zur Errichtung von Windkraftanlagen in Außengebieten nur schwer abzuwehren. Die übrigen Städte und Gemeinden im Kreis haben bereits Konzentrationsflächen beschlossen; eine von der CDU geforderte kreisweite Absprache – zuständig sind die Kommunen – erscheint derzeit noch unrealistisch.

In und für Neuss vorgeschlagen und im Grundsatz beschlossen sind nun drei Areale: eine kleine Fläche im Bereich Buscher Acker sowie ein 31 Hektar großes Gebiet südöstlich von Allerheiligen, auf dem Platz für drei Anlagen wäre, außerdem das heiß diskutierte Gebiet in Hoisten, wo die Stadtwerke zwei Anlagen errichten möchten.

Das alles soll Teil des künftigen Flächennutzungsplans werden, dessen Vorentwurf im Frühjahr vorliegen könnte. Bis zur Rechtskraft wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Die Möglichkeit, die Zonen durch eine einfache Änderung des aktuellen FNP schon in Kürze auszuweisen, wurde am Montag in der CDU-Fraktion diskutiert.

Vor Jahren wurde der Versuch zur Ausweisung schon einmal abgeschmettert. Jetzt ist nicht zuletzt im Zuge der Energiewende der Druck größer geworden. Eine Studie des Landes hat zudem reichlich Potenziale für Windkraft in NRW ausgemacht – in Neuss allein auf einer Fläche von 150 Hektar und mit einer installierbaren Leistung von 48 Megawatt.

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