Die 17 Jahre alte Nathalie Grewelding fährt am Samstag zu den Olympischen Jugendspielen nach Singapur.

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Nathalie Grewelding freut sich auf Singapur. Die 17-Jährige will sich auch abseits der Wettkämpfe mit Land und Leuten beschäftigen.

Nathalie Grewelding freut sich auf Singapur. Die 17-Jährige will sich auch abseits der Wettkämpfe mit Land und Leuten beschäftigen.

Marc Ingel

Nathalie Grewelding freut sich auf Singapur. Die 17-Jährige will sich auch abseits der Wettkämpfe mit Land und Leuten beschäftigen.

Neuss. Sie hat sich viel vorgenommen, will Erfahrungen sammeln, nicht zwingend gewinnen, aber mit ihrer eigenen Leistung zufrieden sein.

Die 17-jährige Nathalie Grewelding wird ab Samstag als eine von vier Teilnehmern aus dem Rhein-Kreis Neuss Deutschland bei der Premiere der Olympischen Jugendspiele in Singapur vertreten.

Die Kanutin aus Neuss wird in den Disziplinen Hindernis-Kanuslalom und Sprint-Duell antreten. Insgesamt nehmen an den Jugendspielen ungefähr 3600 Sportler zwischen 14 und 18 Jahren teil.

Kaugummis sind in Singapur unerwünscht

Natürlich sollen sich die Eindrücke der talentierten Sportlerin vom Neusser Kanu-Club nicht allein auf die Wettkämpfe beschränken. "Ich habe mich mit dem Land im Vorfeld beschäftigt und freue mich schon darauf, buddhistische Tempel besuchen zu können." Und Nathalie Grewelding weiß auch, dass die Uhren in Singapur etwas anders ticken. "Kaugummis sind dort unerwünscht, da musst du schon ein Rezept für haben", nennt sie nur ein Beispiel.

Seit neun Jahren sitzt die 17-Jährige regelmäßig im Kanu und nutzt die Fahrten auf der Trainingsstrecke bei Gut Gnadental dazu, sich zu verbessern. Dort verabschiedeten am Mittwoch auch Schuldezernentin Christiane Zangs und Sportamtsleiter Friedhelm Thissen die künftige Olympionikin. Als Präsent brachten sie ein Trikot des Team Quirinus mit. Das ist zwar eigentlich für Radfahrer gedacht, doch die junge Neusserin wird schon einen Verwendungszweck dafür finden.

Der Fechter des TSV Bayer Dormagen ist bereits am Mittwoch von Frankfurt nach Singapur geflogen. Der Deutsche A-Jugendmeister muss gleich am ersten Wettkampftag auf die Planche. "Ich freue mich sehr auf das Olympia-Feeling, nehme aber auch den Wettkampf sehr ernst. Ich möchte gut fechten", sagt der 16-Jährige, den vorher aber noch eine echte olympische Eröffnungsfeier inklusive Einmarsch und Programm erwartet. "Ich hoffe, dass spätestens bei dieser Feier das Olympia-Fieber um sich greift und alle Athleten infiziert", so Hübers.

Die 17-Jährige vom AC Ückerath wird als einzige im 70-köpfigen deutschen Team die Sportart Ringen vertreten. Im Jahr 2008 holte sie Bronze bei den Europameisterschaften der Kadettinnen. Das großes Ziel der Ausnahmeathletin sind die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Mit der Qualifikation für die Olympischen Jugendspiele ist sie ihrem Traum schon ein Stück näher gekommen.

Die 16-jährige Kleinenbroicherin besucht das Quirinus-Gymnasium in Neuss und spielt beim Zweitligisten Opladen Basketball.

Die Olympischen Jugendspiele dauern bis zum 26. August. Dabei wird zwar ein reduziertes Sportprogramm absolviert, das in vielen Disziplinen zudem von den Olympischen Spielen der Erwachsenen abweicht, die Bedingungen sind aber durchaus zu vergleichen.

So gibt es Dopingproben und ein Olympisches Dorf, auch dem interkulturellen Austausch wird große Bedeutung beigemesssen. Die Nachwuchsathleten bekommen außerdem prominente Sportgrößen als Mentoren zur Seite gestellt. Deutschland wird in 20 der 26 angebotenen Disziplinen mit 70 Athleten vertreten sein.

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