Handball-Drittligist Neusser HV gewinnt in Ratingen 34:29. Der TV Korschenbroich setzt sich zu Hause mit 31:25 gegen Lemgo durch.

Handball-Drittligist Neusser HV gewinnt in Ratingen 34:29. Der TV Korschenbroich setzt sich zu Hause mit 31:25 gegen Lemgo durch.
Der Neusser Max Murawski (l.) packt gegen den Ratinger Mike Schulz energisch zu.

Der Neusser Max Murawski (l.) packt gegen den Ratinger Mike Schulz energisch zu.

Achim Blazy

Der Neusser Max Murawski (l.) packt gegen den Ratinger Mike Schulz energisch zu.

Neuss/Korschenbroich. So sieht ein gelungenes Debüt aus: Gleich im ersten Spiel als Cheftrainer des Handball-Drittligisten Neusser HV hat es für Ceven Klatt und sein Team einen deutlichen 34:29 (19:14)-Erfolg bei der SG Ratingen gegeben. Auch Ligarivale TV Korschenbroich feierte einen Sieg.

NHV-Trainer Klatt, Nachfolger des auf eigenen Wunsch von Bord gegangenen Jens Sieberger, ordnete den Auswärtssieg jedoch nüchtern ein. „Mich freut besonders, dass wir heute als Mannschaft überzeugt haben – das sieht man unter anderem an der Verteilung der Tore. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass das nur ein erster Schritt gewesen sein kann“, sagte der Coach.

„Heute war einer für den anderen da.“

Ceven Klatt, Trainer des Neusser HV

Gegen die unter anderem ohne Arthur Giela und Fabian Bednarzik angetretenen Gastgeber, die schon im Hinspiel böse mit 22:34 unter die Räder gekommen waren, starteten die Neusser vor 523 Zuschauern prächtig in die Partie. Max Murawski traf in der siebten Minute zur 6:1-Führung. Das gefiel SG-Spielertrainer Simon Breuer natürlich gar nicht. „Anstatt den Körperkontakt zu suchen, haben wir die Schützen zu nah herankommen und teilweise von sieben Metern frei werfen lassen“, bemängelte er. Wenngleich sich die immerhin als Tabellenfünfte angetretenen Ratinger in der Folge fingen und den Rückstand beim 9:11 (18. Minute) und 18:20 (34.) zweimal bis auf zwei Tore verkürzen konnten, wussten sie ihren Kontrahenten, der in der Abwehr immer wieder zwischen einer 6:0- und 5:1-Formation wechselte, niemals entscheidend zu stellen.

NHV gelingen sieben Tore in Folge ohne Gegentreffer

Nach dem Anschlusstreffer von Yannick Eckervogt zum 18:20 schlugen die Neusser, die bei ihren Gegenstößen zu leichten Toren kamen, energisch zurück: Während sie hintereinander durch Christopher Klasmann, Thomas Bahn, Bennet Johnen, Niklas Weis, wiederum Bahn, Ivan Cosic und abermals Bahn trafen, blieb Ratingen ohne Tor und war spätestens beim 18:27 (42.) geschlagen. Ein verdienter Sieg der Gäste, daran ließ auch Ratingens Kapitän Ben Schütte keinen Zweifel. „Neuss hat hier eine konstante Leistung abgerufen.“ Und Klatt ergänzte: „Heute war einer für den anderen da.“

Der TV Korschenbroich gewann derweil sein Heimspiel gegen die HSG Handball Lemgo II mit 31:25 (16:11). Dass dabei die Offensive ohne die verletzten Tom Wolf, Michel Mantsch, Markus Neukirchen und Henrik Schiffmann sowie mit einem schwer angeschlagenen Dennis Backhaus so flüssig lief, war auch für Trainer Ronny Rogawska eine Überraschung. „Man konnte nicht davon ausgehen, dass es so gut läuft. Heute hat einfach alles gepasst. Wir haben nur ganz wenige Fehler gemacht“, sagte der Coach, dessen Mannschaft vor 441 Zuschauern in der Waldsporthalle eine über fast 60 Minuten dominante Vorstellung zeigte. „Das ist gut für den Kopf und bringt uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Wochen“, sagte Rogawska.

Der TVK konnte sich auch auf eine aufmerksame Deckung verlassen, die insgesamt 13 Ballverluste der Gäste provozierte und mit einer zwölfminütigen weißen Weste zwischen der neunten und der 21. Minute dafür sorgte, dass die Gastgeber von 3:5 auf 10:5 davonzogen.

TVK-Trainer rechnet in den nächsten Spielen mit Niederlagen

Kritisch wurde es lediglich noch einmal in der 38. Minute, als die Gäste auf 15:18 verkürzten und danach in Überzahl im Gegenstoß an Paul Keutmann scheiterten, woraufhin Korschenbroich schnell auf 22:15 erhöhte – die Vorentscheidung. Dass es in den kommenden Wochen so weitergeht, ist für Rogawska hingegen unwahrscheinlich: „Wenn wir die nächsten zwei Spiele verlieren, wäre das keine Überraschung.“

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