Die Ehrenamtlichen wollen Kindern den Zugang zu Büchern erleichtern.

Neuss. Fast zwei Jahre Vorbereitungszeit liegen hinter dem Vorstand der „Kinderstiftung Lesen bildet“ an dessen Spitze (und als Gründer) mit Sparkassen-Vorstandsmitglied Heinz Mölder ein Fachmann in Sachen Organisation steht. Ehefrau Bettina Krüger, Tochter Ulrike Mölder und Sparkassenstiftungs-Fachmann Volker Meierhöfer komplettieren den Vorstand, der sich zudem auf 20 ehrenamtliche Unterstützer verlassen kann.

Zur Außendarstellung der Stiftung gehört die Lese-Eule

Das Grevenbroicher Grafikbüro „Lockstoff design“ gehört dazu, es hat die grüne Lese-Eule der Stiftung entworfen. Die Düsseldorfer Agentur „Comm:up“ kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit. Beide Firmen arbeiten wie auch alle anderen ehrenamtlich in der Stiftung mit. Denn sie eint das Ziel, drei- bis zwölfjährige Kinder fürs Lesen zu begeistern. Die Stiftung will helfen, den Zugang zu Büchern und Zeitungen, überhaupt zu allem, was Lesekompetenz braucht, zu ermöglichen, konzentriert sich dabei auf Aktionen und Initiativen in der Landeshauptstadt Düsseldorf und im Rhein-Kreis Neuss.

„Wir sind eine kleine Stiftung, wir wollen die Menschen kennen, die wir unterstützen“, sagt Mölder und betont zudem, dass die Kinderstiftung „auf keinen Fall eine Konkurrenz zu anderen wie etwa Lese-Mentor sein will“. Mölder selbst steckt viel Geld in die Stiftung hinein, hat sie mit Grundkapital in Höhe von 50 000 Euro ausgestattet und sichert zu, dass er künftig jedes Jahr 10 000 Euro dazugeben will.

Seinen ersten Auftritt in der Öffentlichkeit hat der Vorstand gleich mit der Scheckübergabe an vier Vereine verbunden. Der Förderverein der Stadtbibliothek bekommt 1000 Euro für die Ausbildung von Schülern mit Migrationshintergrund des Quirinus-Gymnasium zu zweisprachigen Vorlesern. Der Verein zur Förderung der Sprache und Mehrsprachigkeit bekommt 2000 Euro für die Qualifizierung erwachsener Vorlesepaten für Kindergruppen. Der Düsseldorfer Verein Buntu bekommt 1500 Euro, um Bücher zu kaufen. Der Freundeskreis der Düsseldorfer Stadtbibliothek bekommt 2000 Euro, um Lesestart-Sets für Flüchtkingskinder zu erwerben.

Der Förderschwerpunkt Migranten- und Flüchtlingskinder habe sich in diesem Jahr fast zwangsläufig ergeben, sagt Heinz Mölder. „Und es kann auch gut sein, dass es so bleibt.“ Allerdings ist die Stiftung in dem Punkt offen.

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