Mitglieder der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde sammelten Neujahr wieder Böllerreste und Raketen ein.

Moslems fegen Böllerreste weg: Schon am frühen Morgen begannen die Teilnehmer des Neujahrsputzes mit der Arbeit.
Moslems fegen Böllerreste weg: Schon am frühen Morgen begannen die Teilnehmer des Neujahrsputzes mit der Arbeit.

Moslems fegen Böllerreste weg: Schon am frühen Morgen begannen die Teilnehmer des Neujahrsputzes mit der Arbeit.

Stefan Büntig

Moslems fegen Böllerreste weg: Schon am frühen Morgen begannen die Teilnehmer des Neujahrsputzes mit der Arbeit.

Neuss. „Am Neujahrstag sehen unsere Straßen immer besonders schlimm aus“, weiß Lothar Richter von der Abfall- und Wertstofflogistik Neuss GmbH (AWL). Er ist am Neujahrsmorgen schon früh auf den Beinen. Bereits um 8 Uhr machten sich 40 junge Helfer des Vereins Ahmadiyya Muslim Jamaat an die Arbeit, um einige Straßen der Innenstadt und der südlichen Furth von den Überresten der Silvesterknallerei zu befreien.

Ihrem islamischen Glauben folgend verrichteten sie „Waqar-e-Amal“, was übersetzt „ehrenvolle Arbeit“ bedeutet. Schon um 5 Uhr war die Nacht für die Ahmadis zu Ende. Ein Gebet, ein kräftiges Frühstück und guter Teamgeist spornte die 40 Helfer im Alter zwischen sieben und 61 Jahren zu ihrem Einsatz an.

AWL stattete den Verein mit Müllsäcken und Besen aus

Lothar Richter hatte im Vorfeld dieser alljährlich in ganz Deutschland stattfindenden Aktion Arbeitshandschuhe, Müllbeutel, Besen, Schaufeln und Greifzangen zur Verfügung gestellt. Nach zwei Stunden Aufräumarbeit bedankte er sich bei der muslimischen Gemeinde für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Zaheer Ahmad, der Generalsekretär der Neusser Ahmadis: „Die Reaktionen der Neusser waren rundum gut. Wir wünschen uns, dass im kommenden Jahr auch Anwohner spontan mit anpacken und uns bei unserer Arbeit unterstützen. Jeder ist jederzeit herzlich willkommen.“

Neben dem religiösen Grund für diese Aufräumaktion sehen die Ahmadis diese Arbeit als einen Baustein für eigene Integrationsbemühungen. Alle Müllsäcke wurden mit Raketen und Böllerresten, Flaschen, Papierfetzen und Schreckschuss-Patronenhülsen gefüllt und zur Abholung durch die AWL bereitgestellt. In diesem Jahr säuberte der Verein noch mehr Straßen als im Vorjahr. So kamen die Adolf-Flecken-Straße, die Schwannstraße, die Kapitelstraße und Teile der Salzstraße hinzu. Dennoch wurde insgesamt weniger Müll gesammelt als im vergangenen Jahr.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer