Kammerakademie reist mit einem Programm mit Mozart, Sollima und Henze über den Rhein.

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Das Kammerorchester im Zeughaus.

Das Kammerorchester im Zeughaus.

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Das Kammerorchester im Zeughaus.

Neuss. Warum in die Ferne schweifen? Die Deutsche Kammerakademie Neuss gehört zu den feinsten unter den kleinen Orchestern der Bundesrepublik, und in der Tonhalle des benachbarten Düsseldorf gibt es spätestens seit dem Saalumbau eine Akustik erster Güte.

Allerdings ließ der Auftritt der Neusser in Düsseldorf Jahrzehnte auf sich warten. Am Sonntag reisen die Musiker nun ein Stück rheinabwärts, um unter Leitung von Lavard Skou-Larsen Werke von Mozart, Giovanni Sollima und Hans Werner Henze aufzuführen. Moderiert wird das Konzert von dem Kabarettisten Christian Ehring.

„Es muss irgendwann mal in den 80er Jahren gewesen sein, dass unsere Kammerakademie zuletzt in Düsseldorf spielte, jedenfalls lange vor meiner Amtszeit“, sagt der Orchester-Manager Martin Jakubeit. Warum die Pause so lange war, ob die räumliche Nähe zu stark war, die Frage ließe sich schwer beantworten.

„Ich habe mit dem Tonhallen-Intendanten Michael Becker zusammen gesessen, und wir beide fanden die Idee super.“ Es sei schon sehr spannend, die Kammerakademie in ganz anderer Akustik zu erleben. So würde viel Neusser Publikum das Konzert besuchen, darunter 50 Mitglieder des Stadtrates.

Das Programm, mit denen das Orchester auch auf Konzertreise nach Gent geht, wird zwar auch am 11. März im Zeughaus zu hören sein, dann aber ohne die Moderation des bekannten Kabarettisten, der seit gut einem Jahr in der Tonhalle humorvoll in musikalische Werke einführt.

Das Düsseldorfer Konzert findet im Rahmen der Reihe „Sonnenwind – Ehring geht ins Konzert“ am Sonntag, 4. März, um 16.30 Uhr statt. Karten unter Tel. 0211/899 61 23.

Das Programm ist ohne kabarettistische Moderation am Sonntag, 11. März, (18 Uhr) in Neuss zu erleben. Um 17.15 Uhr führt Carsten Dürer in das Konzert ein. Infos im Internet: www.deutsche-kammerakademie.de

Zwei Solistinnen konnten für die kleine Tournee gewonnen werden: die Harfenistin Manja Smits und die Flötistin Cecilia Maria Munoz. Letztere wird die Tonhalle in erfreulicher Erinnerung haben. Im Jahr 2008 errang sie dort immerhin den 2. Platz beim Internationalen Aeolus-Bläserwettbewerb.

Die beiden Damen spielen die Soli in einem der berühmtesten und beliebtesten Werke der Klassik: Mozarts Konzert für Flöte, Harfe und Orchester mit seinem zart-melodiösen Mittelsatz. Nicht ganz so populär sind Henzes „I Sentimenti“ nach Werken Carl Philipp Emmanuel Bachs und Sollimas Musik für zwei Solocelli und Streicher. Doch der Besucher wird durch Ehrings Moderation nicht ratlos zurückgelassen.

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