Grevenbroich. Das Regionallager der früheren Drogeriemarkt-Kette Schlecker, die 2012 Insolvenz angemeldet hat, wartet seit zweieinhalb Jahren auf einen Käufer. Nun soll Bewegung in die Vermarktung kommen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir für die Immobilie bis zum Sommer einen Käufer finden“, erklärt Markus Bartsch, Direktor des „Restabwicklungsteams“ von Schlecker in Ehingen, der Zentrale des früheren Konzerns. Bis Mitte April können Gebote für das Lager im Industriegebiet eingereicht werden, die dann geprüft werden.

Ein Immobilienmakler hatte das Objekt bisher vermarktet

Eine Änderung: Bislang hatte ein Immobilienmakler das Objekt vermarktet. Der Vertrag ist ausgelaufen. Nun hat die Verfahrensleitung des Insolvenzverwalters Schneider Geiwitz & Partner die Vermarktung in eigene Regie übernommen, „um das Insolvenzverfahren abzuschließen“, so Bartsch.

Obwohl das 11 500 Quadratmeter große Lager an der Lise-Meitner-Straße in Autobahnnähe liegt, entwickelte es sich zum Ladenhüter. Lediglich ein weiteres der 15 Schlecker-Regionallager – im ostdeutschen Luckau – ist ebenfalls noch zu haben. Warum sich die Vermarktung hinzieht: „Das Gebäude ist recht alt. Es wurde 1987 errichtet. Ein Anbau stammt aus dem Jahr 2004. Bei Besichtigungen zeigt sich aber, das die Bausubstanz gut ist“, berichtet Markus Bartsch. „Zudem handelt es sich um ein großes Lager. Das ist nicht für jeden geeignet.“

Ein weiteres Problem: Der Großteil des 35 000 Quadratmeter großen Grundstücks ist betoniert. „Mancher Interessent schreckt angesichts der anfallenden Nebenkosten – etwa bei der Niederschlagswassergebühr – zurück“, sagt Markus Bartsch.

Dennoch ist er optimistisch, dass bald ein Kaufvertrag geschlossen werden kann. „Wir rechnen mit fünf Geboten von Interessenten aus den Bereichen Lagerwirtschaft, Handel und Versandhandel“, so Bartsch. Weitere Interessenten können sich bei der Wirtschaftsförderung der Stadt unter der Telefonnummer 02181/608254 melden.

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