Technologie: In manchen Ortsteilen ist das Internet unglaublich langsam. Das soll sich bald ändern. Die Stadt führt Gespräche.

Schnelles Surfen: Davon können manche Unternehmen und Privatleute nur träumen.
Schnelles Surfen: Davon können manche Unternehmen und Privatleute nur träumen.

Schnelles Surfen: Davon können manche Unternehmen und Privatleute nur träumen.

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Schnelles Surfen: Davon können manche Unternehmen und Privatleute nur träumen.

Kaarst. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat jüngst auf dem IT-Gipfel in Berlin "schnelles Internet für alle" versprochen. Ziel sei es, damit den Standort Deutschland zu stärken.

Überall in Deutschland sollen in fünf Jahren schnelle Internetverbindungen selbstverständlich sein. Denn immer noch gibt es Regionen, in denen die schöne Medienwelt noch Zukunftsmusik ist. Und wer jetzt an industrieschwache Regionen wie Eifel oder Sauerland denkt, der muss gar nicht soweit fahren. Vorst und Holzbüttgen sind eine Art Online-Wüste, sechs Megabit-Anschlüsse gehören da ins Reich der Utopie.

Das weiß der städtische Wirtschaftsförderer Dieter Güsgen nur zu gut. Zum einen wohnt er selbst in Vorst, zum anderen häufen sich auf seinem Schreibtisch die Beschwerden von Unternehmen - vor allem aus Holzbüttgen. Auch der Vorsitzende des Förderkreises Holzbüttgen, Franjo Rademacher, bestätigt das "elend langsame" Internet im Ortsteil.

"Seit sechs Monaten bin ich mit dem Thema beschäftigt. Auch mit Blick auf das neue Gewerbegebiet HüngertII muss gehandelt werden", erläutert Güsgen. Schon jetzt sitzen in Holzbüttgen einige IT-Unternehmen, die dringend schnellere Internetverbindungen brauchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das Problem: Holzbüttgen ist über einen Verteilerkasten der Telekom von der Langen Hecke in Kaarst aus angeschlossen. Und Vorst wird über Büttgen versorgt. "Umso weiter weg jemand von den Kästen wohnt, desto langsamer wird die Internet-Verbindung. Deshalb gibt es in Driesch schnellere Internet-Anschlüsse", erläutert Güsgen. Die Telekom müsste ihre Verteilerkästen also aufrüsten. Denn es bringt nichts, sich einen anderen Telekom-Anbieter zu suchen, die alle die Verteilerkästen nutzen. Mit einer Ausnahme: "Ich verhandele derzeit mit einem Anbieter, der Internet über Funk anbietet. Das könnte eine Alternative sein", sagt Güsgen.

Bald könnte es sich eine Lösung abzeichnen, ohne dass die Vorster oder Holzbüttger fünf Jahre warten müssten. In der nächsten Woche trifft sich Güsgen mit Vertretern der Telekom - und mit dem Funk-Anbieter.

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