Projekt: Die Elftklässler des Kaarster Einstein-Gymnasiumserfahren Praktisches über Politik.

Parteigründung im Klassenzimmer: Kohji, Dominik, Laura und Katharina (v.l.) üben mit Kristina Weissenbach (dritte v.r.).
Parteigründung im Klassenzimmer: Kohji, Dominik, Laura und Katharina (v.l.) üben mit Kristina Weissenbach (dritte v.r.).

Parteigründung im Klassenzimmer: Kohji, Dominik, Laura und Katharina (v.l.) üben mit Kristina Weissenbach (dritte v.r.).

Parteigründung im Klassenzimmer: Kohji, Dominik, Laura und Katharina (v.l.) üben mit Kristina Weissenbach (dritte v.r.).

Kaarst. Das Wahlprogramm steht fest. Für eine Disko wollen sich Katharina (17), Kohji (18), Dominik (17) und Laura (16) einsetzen. Und für einen Spielplatz. Außerdem wollen sie die Infrastruktur in ihrer Stadt verbessern. Wie ihre Partei heißen soll, darüber sind sich die Schüler jedoch noch nicht einig: "Die Futuristischen", schlägt Kohji vor. "Oder: Soziale Jugendpartei Kaarst", meint Katharina. "Wie wäre es mit Soziale Zukunftspartei Kaarst? SZP, das klingt doch gut", sagt Dominik, und seine Mitschüler nicken begeistert.

Jeder Schüler erhält ein Zertifikat

Projekttag im Albert-Einstein-Gymnasium: Die Elftklässler haben Besuch von Vertretern der NRW School of Governance. Die Institution der Universität Duisburg-Essen hat gemeinsam mit der Sparda Bank und dem ASG-Bildungsforum Düsseldorf das Projekt "Weiterbildung geht an die Schule" ins Leben gerufen. Zehn Gymnasien in Nordrhein-Westfalen, darunter das Kaarster Einstein-Gymnasium, nehmen daran teil. Das Ziel ist, den Schülern politische Themen ergänzend zum Schulstoff im Unterricht näher zu bringen und ihr Interesse dafür zu wecken.

"Das Projekt ist in drei Lernmodule aufgeteilt. Im ersten Schritt geht es um Parteien und Wahlen, anschließend um Politik und Regieren in Deutschland, schließlich um Politik und Medien", erklärt Kristina Weissenbach von der School of Governance. Zudem ermögliche es den Elftklässlern, Fragen zur Praxis zu stellen. Denn die Vertreter der School of Governance würden über ihre Erfahrungen mit der Politik berichten.

Im Einstein-Gymnasium erzählte Daniel Zimmermann, wie es ist, eine Partei zu gründen. Der 26-jährige Monheimer rief vor zehn Jahren die Jugendorganisation Peto-Partei ins Leben. "Zunächst bestimmt man ein Wahlprogramm, einen Vorstand, eine Satzung und Kandidaten", erklärte er den Jugendlichen. Die sollten anschließend in Arbeitsgruppen eine eigene Partei auf die Beine stellen - natürlich nur zur Übung.

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